Lokalsport

Die Formkurve steigt an

Mountainbike: Platz vier für Pfäffle beim Bundesligarennen in Münsingen

U23-Mountainbiker Christian Pfäffle vom MTB Teck hat beim Bundesliga-Klassiker in Münsingen Platz vier belegt. Für Junior Luca Schwarzbauer reichte es diesmal nur zu Platz fünf, ­Vereinskollegin Romy Schmid aus Holzmaden verbesserte sich und wurde Neunte.

Platz vier als Fingerzeig: Christian Pfäffle war mit seiner Leistung in Münsingen durchaus zufrieden.Foto: Thomas Weschta
Platz vier als Fingerzeig: Christian Pfäffle war mit seiner Leistung in Münsingen durchaus zufrieden.Foto: Thomas Weschta

Münsingen. Nach einer Runde sah es im U23-Rennen so aus, als würden die Lexware-Rothaus-Fahrer die Konkurrenz wie schon in Bad Säckingen dominieren. Doch bereits in der zweiten Runde wurde das Trio Julian Schelb, Martin Gluth und Christian Pfäffle gesprengt. Pfäffle überquerte nach der zweiten von sechs Runden zwar als Erster die Zeitmessung, sein Teamgenosse Schelb folgte fünf Sekunden dahinter, doch Gluth war schon zurückgefallen. Stattdessen hefteten sich drei Belgier ans Hinterrad von Schelb. Als es auf eine Flachpassage ging, wartete Pfäffle. „Um nicht alleine fahren zu müssen“, erklärte er. Trainer Dominik Mikolaj fand das hinterher nicht so gut, denn eine Lücke reißen ist schwieriger, als eine zu schließen. Den Rest, den Pfäffle bot, fand Mikolaj „stark“. Die drei Belgier mussten er und Schelb zwar ziehen lassen, doch am Ende war der Neuf­fener zufrieden. „Das Gefühl war schon viel besser als in Bad Säckingen, die Hochform kommt“, erklärte Pfäffle, der mit 54 Sekunden Rückstand auf Schuermans (1.14,51 Stunden) ins Ziel kam, nachdem er Schelb in der fünften Runde abgehängt hatte.

Anzeige

Für Luca Schwarzbauer reichte es nach dem Sieg in Bad Säckingen diesmal nur zu Platz fünf. Das ist allerdings keinesfalls enttäuschend. Hätte man dem Nürtinger vor Beginn der Saison ein solches Resultat in Münsingen angeboten, er hätte zugegriffen. „Es ist okay“, meinte er dann auch. „Zu wenig technisch und Rückenprobleme durch den langen Anstieg“, analysierte er seinen Rückstand von 1,41 Minuten auf den Abensberger Philipp Bertsch (1.04,22). Schwarzbauer war damit immerhin noch viertbester Deutscher, was nicht unwichtig ist, im Blick auf die Weltcup- und EM-Nominierung.

Bei Romy Schmid zeigte sich ein Aufwärtstrend. Die Holzmadenerin kam zwei von vier Runden bei den Juniorinnen gut zurecht. „Da hat es wieder Spaß gemacht“, meinte Schmid. Sie lag auf Rang sechs. Dann aber spürte sie Schmerzen in den Mandeln. Seit Wochen laboriert sie an einem Infekt, der einfach nicht ganz verschwinden will. Möglicherweise war die verminderte Luftzufuhr auch der Grund für die Krämpfe, die sich in den letzten beiden Runden einstellten. So fiel sie noch zurück auf Rang neun, 7,07 Minuten hinter der Dänin Malene Degn (1.00,39). „Mein Trainer meint, das wären keine großen Baustellen, sondern nur Details, an denen wir arbeiten müssen“, zeigte sie sich vorsichtig optimistisch für die kommenden Wochen.ev