Lokalsport

Die Gelbhemden und der ewige Kampf mit dem Schlendrian

Vorne hui, hinten pfui, so die Bilanz des TSV Owen, nachdem die Reserve des TSV Wolfschlugen ihre Visitenkarte in der Teckhalle abgegeben hatte. Einer starken Offensivleistung stand eine vor allem in der Schlussphase schwache Abwehr gegenüber. Trotzdem blieben beim 33:31 (18:13) beide Punkte unter der Teck.

OWEN Grund dafür war das Polster, das sich der TSV Owen zum Ende der ersten Hälfte erarbeitet hatte. Ein sicherer Arpad Fazakas im Owener Gehäuse legte den Grundstein für den Fünf-Tore-Vorsprung, den das Teckteam mit in die Kabine nahm. Der TSVO startete blitzschnell in die Partie und noch ehe sich die "Hexenbanner" versahen, hatte Owen schon mit drei Treffern in Folge vorgelegt. Manuel Dunkel bewies selbst aus spitzestem Winkel Treffsicherheit und war in der Anfangsphase immer wieder zur Stelle.

Anzeige

Beim TSV Wolfschlugen war es immer wieder Michael Handte, der mit präzisen Würfen aus der zweiten Reihe für Verwirrung im Owener Abwehrverband sorgte. Mitte der ersten Halbzeit kontrollierte das Tälesteam zwar die Partie, versäumte es jedoch, sich entscheidend abzusetzen. Wolfschlugen hatte beim 10:9 wieder den Anschluss geschafft. Zahlreiche Fehlwürfe hatten den TSVO um den Vorsprung gebracht. Erst in den letzten Minuten vor dem Pausentee konnte der Gastgeber seiner Favoritenstellung wieder gerecht werden. Ballgewinne in der Abwehr und schnelle Konter führten zum beruhigenden 18:13-Halbzeitstand.

Auch nach der Pause blieb der TSV in der Erfolgsspur. Beim 22:15 durch den starken Christoph Hoyler lag schon fast eine Vorentscheidung in der Luft. Doch zwischen der 34. und 45. Spielminute kassierte der TSV Owen sage und schreibe sieben Zeitstrafen und war praktisch permanent in Unterzahl. Mit tollem Kampf und viel Spielwitz rettete sich die Mannschaft von Enrico Wackershauser aber durch diese Phase. 27:21 war der immer noch komfortable Vorsprung Mitte der zweiten Hälfte.

Wie auch schon in den vergangenen Spielen ließ der TSV aber wieder den Schlendrian einkehren. Wolfschlugen nahm die Geschenke dankend entgegen und verkürzte auf 28:25. Zwei Treffer von Benjamin Kazmaier verscheuchten jedoch jede aufkeimende Hoffnung auf Wolfschlugener Seite, sodass die Gäste lediglich noch auf 33:31 verkürzen konnten.

Somit behält der TSV Owen seine weiße Heimweste und setzt sich im vorderen Tabellendrittel fest. Schon am Dienstag wartet ein weiterer Prüfstein auf die Wackershauser-Schützlinge. Im Bezirkspokal muss man den ersten Auswärtserfolg vor einer Woche in Neuhausen wiederholen. Zum zweiten Mal in nur zehn Tagen stehen sich die beiden Mannschaften in der Egelsee-Sporthalle gegenüber. Spielbeginn ist um 20.30 Uhr. Dann muss sich zeigen, ob der TSV Owen seine Hausaufgaben gemacht hat und ins Viertelfinale einziehen kann.

br

TSV Owen:

Fazakas, Reckziegel; Blumauer (3), Dunkel (4), C. Hoyler (7), H. Hoyler (5/1), Hybl, Kazmaier (3), Kirchner (2), Klett (4), Vroom (1), Wahl (4/3).Schiedsrichter:

Berzel/Stiebel (TV Mosbach)