Lokalsport

Die Höchststrafefür Ochsenhausen

Das gab es noch nie: Der TTC Frickenhausen schlug die Tischtennisfreunde Ochsenhausen in einem Lokalderby, das streckenweise Weltklasseniveau aufwies, vor rund 1000 Besuchern mit 6:0. Höchststrafe für Ochsenhausen.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Damit schließt der Bundesligist aus dem Täle die Vorrunde wunschgemäß auf einem Play-off-Platz ab.

Lokalderbys zwischen dem TTC Frickenhausen und den TTF Ochsenhausen besitzen immer ihren besonderen Reiz. In diesem Jahr konnte er gleich durch zwei Faktoren gesteigert werden. Zum einen feierte Jens Lundquist (TTF) an seiner früheren Wirkungsstätte nach langer Verletzungspause die Rückkehr in die Bundesliga. Zum anderen gab es für die Oberschwaben eine 0:6-KLatsche daran konnte auch der Schwede nichts ändern. TTC-Präsident Wohlhaupter-Hermann zeigte sich von der Einstellung seines Team begeistert: "Alle waren auf die Minute topfit und haben toll gekämpft."

Gleich bei seinem ersten Auftritt zusammen mit Doppelpartner Tokic gab es für Bastian Steger stehende Ovationen. Beide TTC-Akteure boten gegen Crisan/Mazunov eine Partie, die streckenweise Weltklasseniveau aufwies. Herrliche Ballwechsel und viel Kampf prägten das Spiel und sehr zur Freude der Fans setzten sich "Bojan und Basti" mit 3:1 durch.

Für Jens Lundquist verlief die Rückkehr in den Ligabetrieb nicht so gut. Im Doppel mit seinem Landsmann Pär Gerell musste er eine gelbe Karte hinnehmen, weil er den Ball wegschlug. Ob es der Ärger über die eigene Leistung war er verursachte viele Flüchtigkeitsfehler oder reine Verzweiflung, weil er mit seinem Mitspieler kein Mittel gegen ein gut eingespieltes Duo Ma/Baum fand? Sei's drum. Das TTC-Doppel, das immer besser in Fahrt kommt, blieb konzentriert und gewann verdient mit 3:1.

Das Bundesliga-Derby behielt seine Klasse. Steger zeigte auch in seinem Einzel gegen einen erschreckend blassen Adrian Crisan die geforderte Aggressivität und beherrschte den Gegner von der ersten Minute an. 0:3 stand's am Ende ein Ergebnis, das auch Jens Lundquist gegen Ma Wenge hinnehmen musste. Ma, der wieder ganz der Alte ist, hielt den Schweden souverän auf Distanz und ließ ihm nicht den Hauch einer Chance. Am hinteren Paarkreuz brauchte Bojan Tokic lange, um sich auf Joao Monteiro einzustellen. Für eine Überraschung sorgte Patrick Baum, der gegen Pär Gerell eine hervorragende Partie ablieferte.

Der nächste TTC-Auftritt erfolgt im Champions-League-Spiel gegen Eslövs/Schweden. Am Freitag gab es gegen Angers Vaillante T.T. vor nur 150 Zuschauern einen 3:1-Erfolg.