Lokalsport

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Im Landesliga-Abstiegskampf peilen VfL-Handballer den zweiten Saisonsieg an

Die stark abstiegsbedrohten Landesliga-Handballer des VfL Kirchheim brauchen dringend Erfolge, um noch auf den Klassenerhalt hoffen zu können. Am heutigen Samstagabend starten die Teckstädter den nächsten Anlauf, den zweiten Saisonsieg einzufahren: Gegen den TV 1893 Neuhausen/Erms II ist der Doppelzähler praktisch Pflicht.

Handball-Landesliga, VfL blau(  - HSG Rottweil (rot)   Simon Krempler
Handball-Landesliga, VfL blau( - HSG Rottweil (rot) Simon Krempler

Kirchheim. Die Tabellensituation wird immer bedrohlicher. Mit jedem Spiel, in dem nicht doppelt gepunktet wird, rückt das rettende Ufer für Landesliga-Schlusslicht VfL Kirchheim ein Stück weiter weg. Dabei sind es in dieser Spielzeit häufig Kleinigkeiten, die den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmach(t)en – zuletzt meistens zu Ungunsten des VfL.

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Sinnbildlich war der Auftritt am vergangenen Wochenende bei der HSG Böblingen/Sindelfingen (28:30): Die Kirchheimer zeigten eine ansprechende Leistung und bewiesen Kampfgeist, doch in der entschei­denden Phase fehlte der Offensive die nötige Präzision, und die Defensive ließ Aggressivität vermissen. So konnte man letztendlich wieder keinen zählbaren Erfolg vorweisen.

Darum lagen die Trainingsschwerpunkte in dieser Woche gleichermaßen auf der Abwehrarbeit, wie auch auf der Angriffseffektivität. Denn schließlich war es auch im Hinspiel gegen die Zweitligareserve besagte unbefriedigende Chancenverwertung, die den Kirchheimern den Zahn zog und die schließlich zu einer 24:28-Niederlage führte. Auch wenn sich beide Teams in dieser Partie im Oktober auf Augenhöhe begegneten, so trennten sich in der Folge die Wege der Kontrahenten. Während der VfL mittlerweile auf dem letzten Platz rangiert, hat sich die Mannschaft aus dem Ermstal als Fünfter in der oberen Tabellenhälfte etabliert.

Somit bahnt sich der nächste Kraftakt für die Teckstädter an. Um den ersten Schritt Richtung Klassenerhalt zu gehen, steht VfL-Trainer Engelbert Eisenbeil, abgesehen von den Langzeitverletzten (Micha Reinold, Leonard Real, Oliver Latzel), der gesamte Kader zur Verfügung. Kirchheims Routinier Simon Latzel versichert: „Wir haben uns unter der Woche gut vorbereitet und wollen die unnötige Niederlage des letzten Spieltags mit einem Heimsieg vergessen machen.“ Beim VfL weiß man trotz der angespannten Lage, dass der Ligaverbleib noch immer möglich ist. Dazu muss sich die Mannschaft für die gezeigten Leistungen nur selbst belohnen. Mit der richtigen Einstellung, dem heimischen Publikum im Rücken und dem nötigen Quäntchen Glück sollen die lang ersehnten zwei Punkte heute Abend in Kirchheim bleiben.ol

VfL Kirchheim: Pisch, Oßwald – S. Latzel, S. Smetak, F. Smetak, J. Mikolaj, M. Mikolaj, Späth, Krempler, Castello, Keller, Müller, Rudolph, Kuchenbaur