Lokalsport

Die Landesliga-Uhr ist fast abgelaufen

Nach der 28:32-Abfuhr in Alfdorf hilft den Weilheimern nur noch ein Handball-Wunder

In einem „Vier-Punkte-Spiel“ der Handball-Landesliga musste der TSV Weilheim vor dem TSV Alfdorf kapitulieren. Nach der 28:32 (13:16)-Abfuhr besteht nur noch eine rechnerische Chance auf den Klassenerhalt.

Alfdorf. Ohne die Routiniers Marco Schill und Jürgen Rödig sowie den verletzten Timo Klein ging der TSV Weilheim stark geschwächt in das wichtige Spiel beim ebenfalls vom Abstieg bedrohten TSV Alfdorf. Nach einem zunächst ausgeglichenen Start hatten die Weilheimer einen kleinen Lauf und zogen von 2:2 (4. Minute) auf 4:6 (10.) davon. Die Alfdorfer versuchten oft, mit schnellen Anspielen zum Torerfolg zu gelangen, was mit zunehmender Spieldauer auch immer öfter gelang. So glichen die Hausherren in der 15. Minute auf 7:7 aus und gingen mit 12:10 acht Minuten vor der Halbzeit zum ersten Mal in Führung.

Dass die Alfdorfer den Vorsprung verteidigen konnten, lag auch daran, dass bei den personell geschwächten Weilheimern zunehmend die Kondition nachließ. Beim Stand von 16:13 ging es in die Kabinen.

Weilheims Trainer Markus Beichter konnte mit der Leistung seiner Schützlinge nicht zufrieden sein, agierten sie in der Defensive doch nicht aggressiv genug, um die körperlich klar überlegenen Heimherren zu stoppen. So blieb es in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit verwehrt, den Rückstand aufzuholen. Im Gegenteil, bis zur 45. Minute erhöhten die Gastgeber auf 26:20, ehe sich der Weilheimer Trainer für eine Manndeckung gegen den guten Alfdorfer Sascha Stettner aussprach. Die aufgekommene Irritation und Konzeptlosigkeit angesichts der neuen Spielsituation nutzten die Weilheimer verstärkt und konsequent durch Tempogegenstöße aus und verkürzten bis zur 54. Minute auf 26:28. Die Alfdorfer nahmen nun eine Auszeit und es schien, als könnten die Weilheimer das Spiel noch zu ihren Gunsten drehen. Doch wie zu Ende von Halbzeit eins, brach der TSV Weilheim in der Schlussphase ein.

Die Aufholjagd hatte wohl zu viel Kraft gekostet und so war es wiede­rum nicht verwunderlich, dass der TSV Alfdorf in der restlichen Spielzeit von der Weilheimer Erschöpfung profitierte und mit dem Schlusspfiff nochmals auf 32:28 erhöhte. Unglücklicherweise verletzte sich Weilheims Fabian Zettl, wie schwer seine Verletzung ist, steht noch nicht fest. Für den TSVW wird‘s in der Landesliga nun eng: Die Mannschaft ist in den verbleibenden Spielen zum Siegen verdammt. Der Wille, das fast Unmögliche zu schaffen und den bitteren Gang in die Bezirksliga zu vermeiden, ist in Spielerkreisen nicht gebrochen. Nächsten Samstag, wenn‘s gegen die SG Schorndorf geht, braucht es auf alle Fälle einen Sieg. Schwer genug. . . pa

TSV Weilheim: Rehkugler, Bierbaum – Auweter (5/1), S. Sigel (3), Bächle, Zettl (2), Bachofer (10/3), Mauch, Seyferle, T. Sigel, Allgaier (8).

TSV Alfdorf: Heller, Hinderer – Wesp (1), M. Mucha (5), Liebold, P. Mucha (4), Otterbein (3), Bareiß (11/3), Wahl, Hasert (1), Stettner (7/2).

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