Lokalsport

Die Nadeln stecken am Revers

Gestern war Preisverleihung beim Sportabzeichen-Wettbewerb der Kreissparkasse

Der Schweiß ist längst getrocknet, gestern war verdienter Zahltag: Für die Sieger des Sportabzeichen-Wettbewerbs „Gemeinsam stark“ gab es im Kronensaal der Esslinger Kreissparkasse Preisgelder von insgesamt 5 000 Euro. Den ersten Preis in der Kategorie Schulen räumte die Grund- und Hauptschule in Bissingen ab.

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Bernd kÖble

Esslingen. Selten waren wertstabile Anlageformen gefragter als in diesen Tagen. Nicht nur deshalb sind die Gewinner des Sportabzeichen-Wettbewerbs der Kreissparkasse gut beraten, das Geld nicht gleich wieder auf die Bank zu tragen, sondern konjunkturfördernd zu investieren. Neue Sportgeräte sollen her – so hat zumindest die Bissinger Grund- und Hauptschule den Verwendungszweck für die 600-Euro-Siegprämie in der Kategorie Schulen festgelegt. Eine Investition in die Zukunft war die Teilnahme allemal: 115 von 208 Bissinger Schülern haben den statistischen Beweis erbracht, dass an ihrer Schule die Stubenhocker in der Minderheit sind.

Die Sportbegeisterung in der Seegemeinde ist groß, die Teilnahme an der jährlichen Sportabzeichenprüfung, für die traditionell die Leistungen bei den Bundesjugendspielen der Schule herangezogen werden, beschreibt Konrektor Martin Daßler als „historisch gewachsen.“ Die überwiegende Mehrheit der Bissinger Schülerinnen und Schüler sind Mitglied im örtlichen Sportverein. Und das hat jüngst auch Folgen: Im TV musste man schweren Herzens einen Aufnahmestopp für Jugendliche verhängen, weil die Kapazität der kleinen Schulturnhalle nicht mehr hergibt. Zustände, die zum einen nachdenklich machen, von denen aber dennoch viele andere Vereine nur träumen können. Fest steht: Ein schlagkräftigeres Argument für den in Bissingen ersehnten Sporthallenneubau kann es kaum geben.

Doch nicht nur Schülerinnen und Schüler waren aufgefordert, ihre körperliche Leistungsfähigkeit auf den Prüfstand zu stellen. Wenngleich sie der Wettbewerb rein zahlenmäßig am meisten beflügelte, wie die Sportkreis-Vorsitzende Annemarie Burges verriet. Auch Sportvereine und Unternehmen konnten Mitglieder und Mitarbeiter an den Start schicken. Am Ende waren es 2 136 Teilnehmer aus 47 Institutionen, die dem Aufruf der Kreissparkasse folgten.

Preiswürdig waren am Ende all diejenigen, die die meisten Teilnehmer mobilisierten. Bei den Vereinen waren dies die Eichenkreuz-Sportler aus Köngen, die der Konkurrenz weit enteilten: 118 von 320 Mitgliedern stellten sich dort mit Erfolg dem Vielseitigkeitswettbewerb um die begehrte Anstecknadel. Das entspricht einer beeindruckenden Quote von 36,9 Prozent der Mitglieder. Auf den Plätzen drei und vier folgten mit dem TV Bissingen und dem TSV Ohmden zwei Vereine aus der Teckregion, die sich über jeweils 400 Euro freuen durften.

Die Rechnung der Kreissparkasse als traditioneller Sportförderer im Landkreis ist aufgegangen: „Wir wollten im olympischen Jahr auch den Breitensport mehr ins Bewusstsein bringen“, nennt KSK-Vorstandsmitglied Bernd Haußels das Ziel der Aktion, bei der erstmals auch Firmen zum Mitmachen aufgerufen waren. Weil der Teamgedanke dabei über der Leistung des Einzelnen stehen sollte, lautete der Titel „Gemeinsam stark“. Welchen Stellenwert das Sportabzeichen in den Schulen genießt, unterstrich der Sportbeauftragte im Kreis, Werner Schmid. Die Grundlagen für lebenslange Sportbegeisterung würden im Kindesalter gelegt. Daran knüpfte er gleich die Bitte an alle Verantwortlichen, den Schulen die Meldeunterlagen doch künftig früher zuzusenden: Damit, meinte Schmid, ließen sich die Teilnehmerzahlen weiter steigern.