Lokalsport

Die nächste Abfuhr droht

Knights müssen beim Mitteldeutschen BC über sich hinauswachsen, wollen sie gewinnen

18 Siege, nur fünf Niederlagen, vor heimischem Publikum ungeschlagen seit einem halben Jahr. Das ist der Kurz-Steckbrief des nächsten Knights-Gegners: Im Pro A-Spitzenspiel bei Tabellenführer Mitteldeutscher BC gelten die Kirchheimer Basketballer als klare Außenseiter.

Basketball 2. Bundesliga Pro A Kirchheim Knights - Mitteldeutscher BC Cedric Brooks beim Pass
Basketball 2. Bundesliga Pro A Kirchheim Knights - Mitteldeutscher BC Cedric Brooks beim Pass

Kirchheim. Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie steht den Kirchheim Knights heute Abend mit dem Gastspiel beim Ligaprimus die denkbar schwerste Aufgabe ins Haus. Der Mitteldeutsche BC ist im heimischen „Wolfsbau“ seit Mitte Oktober ungeschlagen und gilt mit seiner Vorzeigebilanz von 18 Siegen in 23 Spielen als heißester Anwärter auf den Aufstieg in die Bundesliga. „Wir treffen auf den stärksten Kader der Liga und müssen uns auf einen heißen Tanz vorbereiten. Zuletzt sind wir unter unseren Möglichkeiten geblieben. In Weißenfels müssen wir besser zu spielen“, sagt Trainer Frenkie Ignjatovic, der für das Duell mit dem MBC noch um den Einsatz von Aufbauspieler Ahmad Smith bangt. Spielbeginn in der Stadthalle Weißenfels ist am Samstag um 19.30 Uhr.

Anzeige

Die 82:94-Niederlage gegen Heidelberg am vergangenen Wochenende war bereits der dritte Misserfolg in Serie für die Kirchheim Knights, die in der Pro A aber weiterhin auf dem dritten Tabellenplatz stehen. Im Ritter-Lager bestand in dieser Woche erhöhter Gesprächsbedarf, war es laut Ignjatovic doch „nicht okay, was wir im letzten Heimspiel geboten haben“. Neben der ausführlichen Analyse der Partie gegen Heidelberg wurden auch gleich die Vorsätze für das Spiel beim MBC gefasst. „Wir wollen defensiv wieder kompakter stehen und in Weißenfels besser zusammenspielen. Unser Vorteil ist, dass der MBC quasi zum Aufsteigen verdammt ist, wir hingegen eigentlich völlig ohne Druck in dieses Spiel gehen.“ Ob der Knights-Coach auf Point Guard Ahmad Smith zurückgreifen kann, ist noch fraglich: Der US-Amerikaner klagte nach seiner Gehirnerschütterung über starke Kopfschmerzen und konnte daher in dieser Woche nicht am Trainingsbetrieb teilnehmen.

Während die Knights am vergangenen Wochenende unter ihren Möglichkeiten blieben, musste auch der MBC jüngst eine Niederlage einstecken. Beim Auswärtsspiel in Düsseldorf zogen die Wölfe mit 77:85 den Kürzeren und mussten damit zum fünften Mal in dieser Saison das Parkett als Verlierer verlassen. Mit zwei Siegen Vorsprung auf den Tabellenzweiten Crailsheim steht Weißenfels aber weiterhin souverän auf Platz eins. Trainer Silvano Poropat kann dabei mit Topscorer Arizona Reid (17,6), dem isländischen Aufbauspieler Hördur Vilhjalmsson, Ex-Knight Phillipp Heyden und Scharfschütze Steve Wachalski auf vier Spieler im zweistelligen Punktebereich zurückgreifen, während Kapitän Sascha Leutloff mit 9,8 Zählern ebenfalls noch zu den wichtigsten Leistungsträgern gehört. Malte Schwarz fällt mit einem Mittelfußbruch bereits seit mehreren Monaten aus.

„Der MBC ist das stärkste Team der Liga und steht zu Recht auf dem ersten Tabellenplatz. Wir werden sehen, was der Gegner zulässt“, sagt Ignjatovic. Zwar sind die Knights-Siegchancen klein, aber „in dieser Liga ist alles möglich“. Spielbeginn heute ist um 19.30 Uhr.