Lokalsport

Die Neidlinger kochen vor Wut

1:2 verloren nach dem Kreisliga A-Spitzenduell beim TSV Oberlenningen standen den Neidlinger Spielern die Tränen in den Augen.

LENNINGEN Was in der Schlussphase in Lenningen passiert war, konnte so recht keiner der Neidlinger glauben. Erst war ihnen durch Alexander Amiri der 2:2-Ausgleich gelungen, den der Schiedsrichter aus Upfingen scheinbar anerkannte. Scheinbar: Als der Schiri einen Oberlenninger Spieler verletzt im Strafraum liegen sah, nahm er zum Entsetzen des TVN-Trosses das Tor wieder zurück. Eine Szene, die die Gemüter erhitzte. Nun ging's auf dem Spielfeld drunter und drüber, es kam zur Rudelbildung, und der Schiedsrichter war nicht mehr Herr der Lage. Nacheinander zeigte er drei Neidlinger Spielern jetzt die Rote Karte und nahm sie wieder zurück. Später befragt, wer denn nun eigentlich Rot gesehen hätte, wusste das im allgemeinen Durcheinander keiner mehr genau zu sagen auch nicht TVN-Coach Volker Krissler.

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Nach dem Spiel befragte der Schiedsrichter TVN-Mannschaftskapitän Jochen Hepperle zu einem vorherigen Vorfall der Beleidigung und kassierte danach einen Neidlinger Spielerpass ein. Welchen

, konnte Krissler auch zwei Tage später nicht sagen ("ich muss in der Passtasche nachsehen, welcher Pass fehl

"). In Neidlingen standen sie über die aus ihrer Sicht krasse(n) Benachteiligung(en) noch eine Weile unter Strom.

An der Niederlage an sich hatte Krissler nichts auszusetzen: "Sie geht in Ordnung". An der Schiedsrichterleistung umso mehr. Einen Protest beim Sportgericht soll's dennoch nicht geben.

kdl