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Die Netzwerker sind bereit

Morgen soll die VfL-Fußballabteilung das neue Führungsquartett wählen

Morgen Abend gilt‘s: Im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung wollen die VfL-Fußballer die Nachfolge des im Oktober zurückgetretenen Abteilungsleiters Fabian Preuss regeln. Das designierte Führungsquartett mit Oliver Klingler, Claus Maier, Armin Meißner und Karl Magg wähnt sich nach Wochen intensiver Vorbereitung auf dem richtigen Weg.

Gemeinsam für den VfL: Claus Maier, Oliver Klingler, Armin Meißner und Karl Magg (von links nach rechts) stellen sich morgen Abe
Gemeinsam für den VfL: Claus Maier, Oliver Klingler, Armin Meißner und Karl Magg (von links nach rechts) stellen sich morgen Abend bei der Mitgliederversammlung der Fußballabteilung zur Wahl. Foto: Genio Silviani

Kirchheim. Eine Kehrtwende einleiten, das Image aufpolieren, Vertrauen zurückgewinnen: Mit diesem Vorhaben war Fabian Preuss im Juli 2012 als Abteilungsleiter der VfL-Fußballer angetreten. Zweieinhalb Jahre später stehen die designierten Nachfolger des zurückgetretenen Führungsfunktionärs mit demselben Ansinnen in den Startlöchern. Weil Oliver Klingler, Claus Maier, Armin Meißner und Karl Magg aber erkannt haben, dass einer allein den Job nicht stemmen kann, stellen sie sich morgen Abend im Rahmen der Mitgliederversammlung in der Gaststätte Panorama (Beginn 20 Uhr) zu viert zur Wahl.

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„Wir verteilen die Verantwortung bewusst auf mehrere Schultern“, betont Oliver Klingler, der den Posten des Abteilungsleiters übernehmen will – rein formal, denn Entscheidungen, die die rund 500 Mitglieder zählende Abteilung betreffen, werden Klingler, Claus Maier (stellvertretender Abteilungsleiter), Armin Meißner (Schriftführer) und Karl Magg (Kassier) gemeinsam treffen.

„Wir sind alle gut vernetzt und überzeugt, dass wir etwas bewegen können“, sagt Maier, der federführend für Marketing und Sponsoring verantwortlich sein wird, während Klingler die Sportliche Leitung der Aktiven sowie der A- und B-Junioren übernimmt. Armin Meißner, von 2000 bis 2002 bereits Jugendleiter im VfL, als Verwaltungs- und der seit über 40 Jahren im Verein engagierte Karl Magg als Finanzchef komplettieren das Quartett, das bereits von unzähligen Helfern unterstützt wird. Bei gemeinsamen Gesprächsrunden sollen rund 30 Sympathisanten ihre Dienste angeboten haben, darunter ehemalige VfL-Granden wie Andy Kleinhansl, Rüdiger Kauf, Uwe Köber und Dietmar Weil.

Unabhängig davon, inwieweit solchen Lippenbekenntnissen nach der morgigen Mitgliederversammlung Taten folgen werden, sieht die Gesamtvereinsvorsitzende die vier neuen Strippenzieher auf dem richtigen Weg: „Sie stellen sich breit auf, kommen alle aus dem VfL und wissen, dass ein Verein anders tickt als ein Betrieb“, sagt Doris Imrich, die seit dem Rücktritt von Fabian Preuss kommissarisch für die Geschicke der Fußballer verantwortlich ist. Der ehemalige Abteilungsleiter wird morgen übrigens nicht dabei sein, Preuss ist privat verhindert. „Mein aussagefähiger Abschlussbericht wird aber vorliegen“, versichert er.

Seine vier Nachfolger stehen dabei vor der gleichen Herausforderung wie einst Preuss: Mit bescheidenen finanziellen Mitteln eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen, die den angestammten Status als Nummer eins in der Fußball-Region wiederherstellen soll. „Natürlich können wir nur Geld ausgeben, das wir haben“, weiß Claus Maier, „darum bauen wir auf Spieler, die Freude haben, dem VfL zu helfen.“

In diesem Zusammenhang hat sich offenbar eine regelrechte Aufbruchstimmung breitgemacht, sowohl bei den Spielern, den Neuzugängen (siehe Infoartikel) als auch Sponsoren und solchen, die es werden wollen. „Es herrscht eine positive Stimmung, jeder will sich einbringen und etwas bewegen“, frohlockt Maier stellvertretend für seine Mitstreiter.

Neuer Coach, neue Spieler und ein alter Bekannter

Schweizer übernimmt: Nach der Entlassung von Patrick Gühring vor Jahresfrist (wir berichteten) übernimmt wie angekündigt der bisherige Weilheimer Landesligakicker Markus Schweizer den Tabellenletzten der Bezirksliga als neuer Spielertrainer. Neu im Kader sind neben Schweizer und seinem ebenfalls vom TSVW gekommenen Zwillingsbruder Michael noch Max Renn (FC Heiningen), Nick Köber (zurück nach Studium), Sven Rathgeb (TV Nellingen), Patrick Siegert und Sandro Capano (beide FC Frickenhausen). Jugend forsch: Darüber hinaus werden acht A-Junioren aus der von OIiver Klingler betreuten Verbandsstaffelmannschaft die Rückrundenvorbereitung bestreiten, die kommenden Montag beginnt. Ziegler vor Comeback: Mit dabei wird dann auch VfL-Urgestein Stefan Ziegler sein. Der 36-Jährige, bereits zu Regional- und Oberligazeiten für Kirchheim aktiv, hatte sich 2005 die Kniescheibe gebrochen, will in der Rückrunde als Notnagel bereitstehen. Im Hintertreffen: Das erste Rückrundenspiel steigt am 8. März beim FV Neuhausen. Aktuell hat der VfL elf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, 13 Zähler fehlen aufs rettende Ufer.pet