Lokalsport

Die "Plünderer der Liga" kehren heim

Nach drei Auswärtssiegen in den ersten drei Spielen der Saison tritt der TTC Frickenhausen am Sonntag an die eigenen Platten, um gegen die SIG Jülich seine Siegesserie fortzusetzen.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Sie gelten schon jetzt als die "Plünderer der Liga". Dreimal machte sich der TTC Frickenhausen bisher auf den Weg, um in der Fremde Punkte zu rauben nun kehren die Spieler zu ihrem ersten Heimspiel in der Saison als Tabellenführer an die eigenen Platten zurück. Am kommenden Sonntag ab 16.30 Uhr empfängt das Team von Trainer Qiu die Mannschaft der SIG Combibloc Jülich in der Sporthalle auf dem Berg.

Auch wenn der Tabellenstand eine eindeutige Sprache spricht (Erster gegen Vorletzter), richtet man sich beim Täles-Club auf einen heißen Kampf ein. "Wir gelten zwar auf Grund des Tabellenstandes als Favorit, aber Jülich hat bereits in der ersten Partie gegen Grenzau gezeigt, dass sie ein ernst zu nehmender Gegner sind", sagt Manager Christoph Reuhl.

Zwar verlor das Team um Thomas Keinath knapp mit 4:6, hielt die Partie jedoch bis zum Schluss spannend. Und das, obwohl Jülich nur drei bundesligataugliche Spieler aufbieten konnte. Die Nummer eins des Teams, Tomasz Krzeszewski, erholt sich im Moment von einer Operation an der Bandscheibe und wird wohl nicht vor Ende des Jahres zum Einsatz kommen. Ins vordere Paarkreuz ist daher der tschechische Nationalspieler Marek Klasek gerückt, der im ersten Spiel die Grenzauer Keen und Blaszyk blass aussehen ließ. Und auch Thomas Keinath präsentierte sich in den letzten Wochen in Hochform. Bei den Japan Open war er unter den besten 32 zu finden, bei den China Open konnte er erst im Viertelfinale gestoppt werden.

TTC-Präsident Wohlhaupter-Hermann ist jedoch sicher, dass seine Mannschaft auch diese Aufgabe lösen und sich weiterhin an der Tabellenspitze halten kann. "Wir sind gegenüber Jülich klar im Vorteil. Wir sind komplett, Jülich nicht. Die haben einen ganz anderen Druck zu bewältigen als wir." Dass es in diesem Jahr sehr viel besser läuft als im letzten, dafür hat der Präsident zwei Erklärungen: "Zum einen hatte Bojan Tokic im letzten Jahr noch keine Bundesliga-Erfahrung und außerdem sind die Doppel sehr viel besser aufeinander eingestellt."

Im Moment sieht es so aus, als ginge die Strategie, mit einem eingespielten Team anzutreten, auf. Manager Reuhl freut sich auf die Begegnung und hofft auf einen Sieg seiner Mannschaft, denn: "Ein Punktestand von 8:0 würde den besten Bundesliga-Start bedeuten, den wir jemals hatten."