Lokalsport

Die Suche nach dem Wir-Gefühl

Ein EM-reifes Spielprogramm steht den Landesliga-Handballern der SG Lenningen derzeit ins Haus: Innerhalb von elf Tagen hat die Mannschaft vier Spiele zu absolvieren. Nach der Auswärtsniederlage gegen das Team Esslingen am Samstag kommt heute Abend (20.30 Uhr) mit dem TV Bittenfeld II das nächste Topteam in die Lenninger Sporthalle.

LENNINGEN Ihr letztes Erfolgserlebnis feierten die Lenninger vergangenen Donnerstag im Bezirkspokal mit einem 31:20 gegen den TSV Köngen. Damit steht der Titelverteidiger im Halbfinale, wo er am 30. März in Kirchheim auf den derzeitigen Landesliga-Spitzenreiter HSG Ostfildern trifft. Aber daran verschwendete man bei der SG derzeit keinen Gedanken. Die ganze Konzentration richtet sich auf den Punktspielbetrieb und dort ist die Kiedaisch-Sieben erheblich unter Druck. Es müssen Punkte her, nach der Niederlage in Esslingen dringender denn je. Da darf es auch keine Rolle mehr spielen, dass sich mit dem TV Bittenfeld II und der HSG Ostfildern die Topmannschaften der Staffel die Klinke in die Hand geben.

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Trainer Holger Kiedaisch übt sich in Zweckoptimismus wenn er sagt: "Wir müssen jetzt auch einmal gegen einen Großen punkten, nachdem wir gegen Schorndorf und Ebersbach/Bünzwangen die Punkte haben liegen lassen." Ein Wunsch, den nur die Mannschaft erfüllen kann. Am besten gleich heute Abend, wenn der TV Bittenfeld zum Nachholspiel erscheint. Die Hinrundenpartie in Lenningen musste im November abgebrochen werden, nachdem sich Lenningens Marc Bächle auf dem Spielfeld schwer verletzt hatte. Vereinfacht könnte das Rezept fürs heutige Spiel lauten: die positiven Ansätze vom Esslingen-Spiel auf sechzig Minuten übertragen. Da hat sich gezeigt, dass die Lenninger in der Lage sind, verschiedene Abwehrsysteme zu spielen. Und wenn aus dem, was im Angriff zuletzt an "Jägerball" erinnerte, wieder sichere Pässe werden, kann auch eine Außenseiterrolle zu einem positiven Ergebnis führen.

Ob der angeschlagene Jan Lamparter im Rückraum zum Einsatz kommen wird, entscheidet sich wohl erst kurz vor Spielbeginn. Lamparter, der in Esslingen noch als Teilzeitkraft fungierte, signalisiert seine Bereitschaft: "Ich möchte der Mannschaft helfen." Die muss schleunigst ihr Wir-Gefühl wieder finden und dies auch den Zuschauern vermitteln, denn sonst lässt der nächste Druckauftrag für die Eintrittskarten lange auf sich warten.

döl

SG Lenningen:

Attinger, Born; Austen, Braunwarth, Brugger, Haid, Kazmaier, Kirschmann, Lamparter, Leitner, Renz, Wald, Wiesinger.