Lokalsport

Die „üblichen Verdächtigen“ sichern Sieg

Dank einer effektiven Spielweise haben die Landesligahandballerinnen der SG Lenningen ihr Heimspiel gegen den TSV Hardthausen gewonnen – 27:22 hieß es am Ende einer temporeichen Partie.

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Lenningen. Manche Busheimfahrten waren für Spielerinnen und Fans des TSV Hardthausen schon lustiger. Was vor Wochen beim 23:22-Sieg in Neuffen zu einem Event geriet, wurde beim Gastspiel in Lenningen kein so fröhliches Ereignis. Das Team musste mit einer 22:27-Niederlage die Reise ins Unterland antreten. Gästetrainer Jürgen Volz stellte in seiner Spielanalyse fest: „Der SG-Sieg war verdient. Wir mussten zwei Stammspielerinnen ersetzen und was wir uns vorgenommen hatten, Lenningens Halbspielerinnen zu zumachen, gelang nicht“. Zudem haderte er mit der Schiedsrichterleistung. Insgesamt verhängte das Schiri-Gespann 18 Zeitstrafen. Zehn für Lenningen, acht für die Gäste. Das ist Rekord in der Lenninger Halle. Ansonsten war nichts rekordverdächtig. Bei den SG-Toren waren es die „üblichen Verdächtigen“, Sarah Timar und Adriana Rau, welche die Quote nach oben schraubten. Ein entspannter Trainer Uli von Petersenn gab zu Protokoll: „Dafür, dass wir unsere Taktik nur in der Theorie durchgesprochen haben, war ich zufrieden“.

Die Praxis sah dann so aus, dass sich die SG 15 Minuten auf das intensive Laufspiel von Hardthausen einstellen musste. Claudia Kieweg und Nora Heinemann waren ständig in Bewegung, setzten gekonnt ihre Mitspielerinnen ein und blieben selbst torgefährlich. Erst nach Miriam Emmeneggers 5:5 (10.) kam die SG besser ins Spiel. Zuvor musste Lena Reichle mehrmals ihr ganzes Können aufbieten. Zweimal gelang dann Adriana Rau der Durchbruch und Lenningen zog auf 8:6 (15.) weg. Zeit für den Gästetrainer, den grünen Karton auf den Tisch zu legen. Hardthausen spielte zwar schön, aber wenig effektiv. Das gelang der Petersenn-Sieben besser, die bis zur 27. Minute auf 14:10 davon eilte. Dazwischen stoppten die Schiris mit ihren Zeitstrafen den Spielfluss. Als Adriana Rau und Larissa Blocher nacheinander auf die Bank mussten, kam der TSV auf 12:15 (30.) heran.

Den Drei-Tore-Vorsprung hielt Lenningen auch in der zweiten Hälfte, baute ihn auf 23:17 (45.) aus. Das lag auch daran, dass die Gäste nicht mehr ihr hohes Tempo gehen konnten und Larissa Blocher starke Eins-gegen-eins Aktionen hatte, die durch Fouls gestoppt wurden – ein Fall für Sarah Timar. Sie traf sechsmal von der Strafwurflinie.

Nicht so sehr zum Tragen kam das Kreisläuferinnenspiel der SG. Miriam Emmenegger und Saskia Schweikert wurden zu selten gesucht. Dafür arbeitete die Defensiv-Abteilung bestens. Die Gäste saßen mehrmals in der Abwehrfalle. Es waren mehr die kleinen Unachtsamkeiten, die eine Ilka Bruske oder Claudia Kieweg zur Resultatsverbesserung nutzen konnten. Spätestens beim 27:22 (55.) durch Larissa Blocher war die Luft raus. Selbst als die SG Lenningen die Restspielzeit in Unterzahl überstehen musste, geriet der Sieg nicht mehr in Gefahr. döl

SG Lenningen: Reichle, Hahn – Timar (14/5), Rau (8/2), Baermann (2), Blocher (2), Schweikert (1), Kazmaier, Ulmer.

TSV Hardthausen: Fichte, Schmid – Heinemann (6/1), Kieweg (6/1), Bruske (3), M. Röser (3), Fritz (2/1), D. Röser (1), Reichert (1), Hagner, Engelhardt.

Zuschauer: 100.

Schiedsrichter: Keller/Götz (Langenau/Ulm)