Lokalsport

Die Zeit der Ausreden ist ab Sonntag vorbei

Mit dem dritten Bundesliga-Lauf in Heubach beginnen für die Mountainbike-Profis die Wochen der Wahrheit. Mit vier harten Rennen in kurzer Folge. In Heubach werden am Sonntag noch mehr Weltklasse-Biker am Start sein als in Münsingen.

EDGAR VELOCI

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HEUBACH Das "Bike the Rock" ist eines von zwei Rennen im weltweiten Kalender, das in der Kategorie Hors Classe firmiert. Dort gibt es mehr Weltranglistenpunkte und auch mehr Preisgeld und deshalb besitzt es auch mehr Anziehungskraft. Fredrik Kessiakoff (Schweden), Roel Paulissen (Belgien) und Ralph Näf (Schweiz) sind Namen, die beim ersten Weltcuplauf auf Curacao unter den ersten Sieben zu finden waren und die auch am Sonntag am Start sein werden. Nach Heubach folgen drei Weltcuprennen in Spanien, Belgien und Großbritannien, die den Mai damit zu einem echten Leistungscheck machen. Schlechte Ergebnisse lassen sich dann nicht mehr mit unterschiedlichem Trainingsaufbau entschuldigen.

Lado Fumic scheint mit den steigenden Temperaturen immer optimistischer zu werden. "Ich werde angreifen", sagt der Kirchheimer. Die Strecke in Heubach, wo der 29-Jährige im vergangenen Jahr Zweiter hinter dem Belgier Roel Paulissen wurde, dürfte ihm liegen. Er weiß jedoch, dass man auf dem extremen, bis zu 25 Prozent steilen Gelände nicht losjagen darf wie in Münsingen. "Wenn du dich dort einmal übernimmst, kannst du die Fahrkarte nach Hause lösen", sagt Fumic. Die vergangenen Tage hat er noch einmal viele Grundlagenkilometer abgespult, um unbeschadet über die vier Wettkampfwochen hinweg zu kommen, und er hat sich dabei häufiger aufs Mountainbike gesetzt. Einziges Problem: die Pollen, die dem Allergiker dieser Tage zusetzen. Die Nase läuft.

Marc Gölz hat ähnlich wie sein Teamchef wieder eine Phase mit Grundlagentraining eingelegt. "Nach sechs Rennen habe ich gemerkt, dass es daran fehlt", sagt der Weilheimer. Wie gut er aus dem Grundlagenblock mit der intensiven Rennbelastung zurecht kommt, ist eine Frage, die er erst im Rennen beantwortet bekommt. Ein paar intensivere Trainingseinheiten sollen helfen, den Körper an das Laktat zu gewöhnen. "Ich werde versuchen, mein Tempo durchzufahren und am Anfang nicht zu überziehen", sagt Gölz.

Für Alexander Speisekorn (Giant/Nolte-Küchen) geht es bei dieser Art Vor-Weltcup darum, möglichst lange ohne Überrundung zu überstehen. "Die Form passt", ist Trainer Stephan Paul überzeugt. Viel vorgenommen haben sich auch die Fahrer des RKV Kirchheim (Kross Racing Team Haspel). Wolfgang Fink will versuchen, sich an die Top 30 heranzufahren, um mit einem Bundesliga-Punkt die A-Klasse zu sichern. Das wird in diesem Feld sicher schwer werden. Seiner Teamkollegin Hanna Klein müsste der Kurs als Leichtgewicht zwar entgegenkommen, doch auch die 18-Jährige muss sich in einem Weltklassefeld behaupten. Ihr Ziel muss ein Podiumsplatz in der U23-Klasse sein.

Im Lager der Junioren will auch der Notzinger Benedict Bosler versuchen, seine Leistung von Münsingen zu wiederholen und damit näher an den Nationalkader heranzurücken. Sein Trainer Marc Gölz hat ihm statt der Landesmeisterschaften am vergangenen Wochenende lange Trainingseinheiten verordnet. Bosler wird wie Max Berner (Giant/Nolte-Küchen) auf Einladung des Landeskaders in zwei Wochen beim Junioren-Weltcup-Rennen im belgischen Spa-Francorchamps dabei sein. Daraus zieht Berner zusätzliche Motivation für das Heubacher Rennen. "Er ist gut drauf", meint Stephan Paul, der von Berner am Ostalbrand eine gute Leistung erwartet.

Berners Teamkollege vom MTB Teck, Jan Herrmann, war zuletzt krank, ausgerechnet vor seinem Heimrennen. Dem Aalener Leichtgewicht liegt der Kurs eigentlich.Torsten Lehmann und Robin Hartmann werden nicht am Start sein. Sie stehen mitten in den Schulabschluss-Prüfungen.

Der Zeitplan

Sonntag 7. Mai:

8 Uhr Herren-B-Klasse, 10.20 Uhr Junioren, 12 Uhr Damen, 12.01 Uhr Juniorinnen, 14 Uhr Profis/Herren-A-Klasse.