Lokalsport

Dikec Weltklasse: Die Ötlinger bleiben erstklassig

Die erste Sportschützenmannschaft des TSV Ötlingen kann aufatmen. Mit dem Erreichen des ersten Platzes bei den Relegationswettkämpfen in Pforzheim hat sich Truppe ein weiteres Jahr den Verbleib in der Bundesliga-Gruppe Süd gesichert. Daneben schaffte die zweitplatzierte FSG Hilpoltsheim den Sprung in die erste Liga.

PFORZHEIM Mit insgesamt 3759 Ringen aus zwei 40-Schuss-Durchgängen ließ der TSV Ötlingen I die mitstreitenden Konkurrenten hinter sich. Zweiter wurde die FSG Hilpoltsheim (3758) vor FSG Zwiesel (3743). Die zweite Ötlinger Mannschaft belegte mit 3733 Ringen den vierten Platz bei den Aufstiegswettkämpfen.

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In Pforzheim zeigten die Ötlinger Schützen eine geschlossene Mannschaftsleistung. In der ersten Mannschaft schoss Yusuf Dikec 377 Ringe im ersten Durchgang und steigerte sich im zweiten Durchgang auf die Weltklasseleistung von 392 Ringen. Auch Michael Waibel (374/374) und Stefan Scharpf (371/373) erfüllten die in sie gesetzten Erwartungen. Achim Rieger (376/370) und Susi Horvat (376/376) trugen ihren Teil zum Klassenerhalt bei. Mit den erreichten Ringen verwiesen die Ötlinger die Kontrahenten auf die Plätze.

Die zweite Ötlinger Mannschaft konnte mit 3733 Ringen und ihrem vierten Platz hoch zufrieden sein. Boris Graytser erreichte 762 Ringe, Markus Geipel (754), Roland Preiss-ler (734), Jörg Kobarg (748) und Rainer Bachmaier (735) zeigten, dass sie nicht zu Unrecht den Titel in der Regionalliga errungen hatten. Auch wenn sie den zweiten Platz belegt hätten, wäre dem TSVÖ II der Erstliga-Aufstieg verwehrt gewesen, da nach den Regeln des Deutschen Schützenbundes (DSB) nur jeweils eine Mannschaft desselben Vereins im Oberhaus schießen darf.

Nach diesen Wettkämpfen konnte man die Erleichterung der TSVÖ-Verantwortlichen förmlich spüren: Steine fielen von den Herzen der Ötlinger. "Wir werden in der nächsten Saison alles versuchen, nicht wieder in so eine prekäre Lage wie diesmal zu kommen. Wir werden uns von Beginn an bemühen, an die Leistungen der Jahre anzuknüpfen, in denen wir an den Finalkämpfen um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft teilnahmen durften", erklärte TSVÖ-Abteilungsleiter Joachim Poppek.

Die total verkorkste Saison 2005/2006, in der die erste TSVÖ-Mannschaft nur einen Rundensieg landete und auf lediglich 2:12 Punkte kam, kann sie nun endgültig abhaken. Erst der 4:1-Sieg im letzten Wettkampf gegen Heidelberg ließ ihnen überhaupt erst die Möglichkeit zum Klassenerhalt.

Der TSV Ötlingen II, Meister der Regionalliga Süd-West, hatte dagegen einen sauberen Durchmarsch in dieser Saison hingelegt. Mit nur einer Niederlage gegen die Willmandinger Schützen wurde sie bereits im ersten Jahr ihrer Liga-Zugehörigkeit mit 12:2 Punkten souverän Meister. Damit hatten die Ötlinger die Möglichkeit, mit zwei Mannschaften ohne den schärfsten möglichen Konkurrenten, den SV Heidelberg nach Pforzheim zu fahren.

Ein Trip, der sich auszahlte.

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