Lokalsport

Doppelbelastung für TTC-Cracks

Nach dem gelungenen, wenn auch spielerisch nicht überragenden Saisonstart gegen den SV Plüderhausen, bereitet sich der TTC Frickenhausen auf die nächsten Aufgaben vor. Heute gibt das Team von Trainer Qiu gegen Angers Vaillante T.T. sein Debüt in der Champions League, am Sonntag ist in Tündern Bundesliga-Alltag angesagt.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Die ersten Bundesliga-Punkte sind eingefahren, der TTC hält auch mit seiner neuen Mannschaft Kurs auf die Play-off-Plätze. "Der Sieg gegen Plüderhausen war wichtig für das Team", sagte Trainer Qiu nach dem Spiel und lobte das Abschneiden seiner beiden Neuzugänge Bastian Steger und Patrick Baum. "Sie haben drei von sechs Punkten gemacht, wenn man die Doppel hinzuzählt. Das ist eine gute Ausbeute."

Am Freitag steigt der TTC in den internationalen Wettbewerb ein und gibt sein Debüt in der Königsklasse, der Champions League. Die erste Reise führt den Täles-Club in den Westen Frankreichs, nach Angers. Die Hauptstadt des Departments Maine-et-Loire liegt rund 300 Kilometer von Paris entfernt und beheimatet mit Angers Vaillante T.T. den neuen Arbeitgeber von Ex-TTC-Profi Torben Wosik. Der französische Top-Club wurde in der vergangenen Saison Vize-Meister und hat im Gegensatz zum TTC bereits Champions League-Luft geschnuppert. "Das ist eine sehr starke Mannschaft, die nicht unterschätzt werden darf", warnt Manager Reuhl. Besonderes Augenmerk liegt auf Yang Min, dem Spitzenspieler der Franzosen. Er ist die aktuelle Nummer 57 der Weltrangliste. Neben ihm werden Cedric Cabestany und natürlich auch Torben Wosik an die Platte treten.

"Wenn alles normal läuft, müssten wir gegen Angers gewinnen", gibt Präsident Wohlhaupter-Hermann seine Prognose ab. "Schließlich ist es unser Ziel, in dieser Gruppe den zweiten Platz zu erreichen, um ins Viertelfinale einziehen zu können."

Torben Wosik, der bis vor kurzem noch in Frickenhausen trainierte, sieht der Begegnung mit gemischten Gefühlen entgegen: "Ich freue mich auf das Spiel, obwohl es schon seltsam ist, gegen ehemalige Mannschaftskameraden anzutreten." Der 33-Jährige, der sich momentan so fit wie schon lange nicht mehr fühlt, schätzt die Chancen gegen seinen früheren Club nicht sehr hoch ein. "Wir sind krasser Außenseiter, aber im Pokal ist viel möglich."

Nur zwei Tage später, am Sonntag, geht es für die Mannschaft von Trainer Qiu in Tündern mit dem Bundesliga-Alltag weiter. Das Team um das Nachwuchstalent Dimitrij Ovtcharov hat es den Tischtennisfreunden aus Ochsenhausen beim Saisonauftakt ziemlich schwer gemacht, unterlag knapp mit 3:6. "Man darf nicht vergessen, dass Ochsenhausen ohne Lundquist gespielt hat", kommentiert TTC-Boss Wohlhaupter-Hermann die Ausgangslage. Alles andere als ein doppelter Punktgewinn wäre für ihn die große Überraschung. "Nachdem wir gegen einen starken SV Plüderhausen gewonnen haben, sollten wir eigentlich nach den nächsten beiden Spielen gegen Tündern und Jülich sechs Punkte haben."