Lokalsport

Dorothee Henzlers Vierfach-Silber

VfL-Turnerin Dorothee Henzler ist mit vier Silbermedaillen und einmal Bronze von den deutschen Jugendmeisterschaften zurückgekehrt. Beim gleichzeitig ausgetragenen Deutschlandpokal belegte sie mit Pia Pohl in der Verbandsmannschaft den zweiten Platz. Adina Hausch wurde Dritte in der Einzelwertung und siegte mit ihrem Team beim Deutschlandpokal.

DÜSSELDORF Als ewige Zweite werden Dorothee Henzler die diesjährigen deutschen Meisterschaften in Erinnerung bleiben, bei denen sie sich in der Altersklasse 14 trotz teilweise hervorragender Leistungen immer wieder geschlagen geben musste. Im Mehrkampf hatte die Chemnitzerin Joeline Möbius, die wie Dorothee Henzler in der EM-Mannschaft von Griechenland stand, die Nase vorn. Ebenfalls für Chemnitz startend, belegte die frühere Hamburgerin Lisa-Katharina Hill den dritten Platz. Auch im Gerätefinale, das diese drei Turnerinnen unter sich auszuturnen schienen, gelang es Dorothee nicht, an den beiden vorbeizukommen. Am Stufenbarren wurde Lisa-Katharina Hill mit dem höchsten Schwierigkeitswert auch deutsche Meisterin, gefolgt von der Kirchheimerin. Joeline Möbius setzte sich dann am Schwebebalken und Boden durch. Die beste Springerin, Elise Sauer, kam aus Berlin und holte sich hier den Titel, Bronze gab es für Dorothee Henzler.

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In dem mit 31 Teilnehmerinnen größten Starterfeld der deutschen Jugendmeisterschaften, der Altersklasse 13, traten die beiden VfL-Turnerinnen Alina Binder und Pia Pohl an, die sich zum Ziel einen Platz unter den ersten Zwanzig gesetzt hatten. Alina Binder konnte ihre Trainingsleistungen in Düsseldorf deutlich steigern. Ihre einzigen groben Fehler unterliefen ihr am Schwebebalken sowohl beim Vorwärts- als auch beim Rückwärtssalto. Auch das Bodenturnen erfüllte die Hobbyschauspielerin nach Maß.

Pia Pohl stieg in den Wettkampf, wie sich später herausstellte, mit der drittbesten Bodenübung der 13-Jährigen ein. Den gebückten Tsukahara über den Sprungtisch brachte sie gut in den Stand. Am Stufenbarren konnte die Kirchheimerin jedoch nicht die erhofften Leistungen bringen. Alina Binder schaffte mit dem 18. Platz im Mehrkampf das angestrebte Ziel dieser deutschen Meisterschaften, Pia Pohl wurde Zweiundzwanzigste.

Große Freude herrschte dagegen im Kirchheimer Lager über Pias Einzug in das Bodenfinale. Dort präsentierte sie überzeugend ihr Programm, das sich von den anderen Finalistinnen kaum unterscheiden ließ. Zwei kleine Schritte nach der zweieinhalbfachen Schraube über die 12-Meter-Markierung wirkten sich in dem eng beieinander liegenden Feld, in dem sich keine Turnerin größere Fehler leistete, weitaus mehr aus als erwartet. Zufrieden über die Finalteilnahme nahm Pia die Urkunde als Sechste entgegen.

Zeitgleich zu den Jugendmeisterschaften turnten die Mannschaften der zwanzig Landesturnverbände um den Deutschlandpokal in drei Altersstufen. Dorothee Henzler (Kirchheim), Irma Hoppe, Nicole Fritz (beide Heidenheim) und die dreifache Medaillengewinnerin von Volos, Marie-Sophie Hindermann (Tübingen) sollten die Mannschaft des Schwäbischen Turnerbundes vertreten. Doch beim Einturnen verletzte sich Marie-Sophie, sodass sie nicht an den Start gehen konnte. Pia Pohl rückte in das Team nach. Hinter dem Sächsischen Turnerbund wurden die Schwaben Zweiter.

Der Mannschaft des Schwäbischen Turnerbundes in der Altersklasse 11/12 gehörte Adina Hausch als dritte Vertreterin des VfL Kirchheim beim Deutschlandpokal an. Ihr Wettkampf begann am Schwebebalken. Zusätzlich gehandicapt durch ihre Daumenverletzung und die dadurch eingeschränkte Wettkampfvorbereitung musste die jüngste ihrer Mannschaft Tribut zahlen. Am Boden sammelte die VfL-Turnerin mit einer schwierigen Akrobatik wieder wertvolle Punkte. Am Stufenbarren, Adina Hauschs Paradegerät, zeigte die 11-Jährige ihr ganzes Können und schaffte es mit der zweitbesten Übung dieser Altersklasse auf den hervorragenden dritten Platz in der Einzelwertung des Deutschlandpokals.

mp