Lokalsport

Dramatik im Entscheidungskampf

In einem dramatischen Aufstiegsturnier haben die Ringer der KG Kirchheim-Köngen den Aufstieg in die Landesliga knapp verpasst. Erst der letzte der insgesamt sechs Kämpfe brachte die Entscheidung. Die 250 Zuschauer in Nendingen sahen vier nahezu gleich starke Mannschaften, die bis zuletzt ihre Aufstiegschance wahrten. Der ASV Nendingen II und der ASV Möckmühl kämpfen kommende Saison in der Landesliga.

NENDINGEN Nach dem Vorkampf vor einer Woche stand die KG mit einem Sieg und zwei Niederlagen noch auf dem dritten Tabellenplatz. Da es in der Vorrunde keiner der Mannschaften gelungen war, sich entscheidend abzusetzen, war vor dem Rückkampf in Nendingen noch alles offen. Dementsprechend motiviert gingen die KG-Ringer im ersten Kampf gegen Gastgeber Nendingen auf die Matte. Gegen die Reserve des diesjährigen Zweitliga-Meisters, die sich erneut mit zweitligaerfahrenen Kräften verstärkt hatte, verkaufte sich die KG gut. Erst im letzten Kampf fiel die Entscheidung zugunsten des ASV Nendingen, der am Ende mit 23:18 die Oberhand behielt.

Anzeige

Dadurch waren die Ringer von Trainer Tomasz Dec in den letzten beiden Kämpfen im Zugzwang. Um die Chance auf den Aufstieg zu wahren, mussten beide Kämpfe gegen den ASV Schorndorf II und den ASV Möckmühl gewonnen werden. Gegen Schorndorf zeigte sich die KG nervenstark. Mit einer taktisch guten Leistung revanchierten sich die KG-Ringer für die unglückliche Niederlage im Hinkampf und meldeten sich mit einem deutlichen 26:12-Erfolg eindrucksvoll im Aufstiegsrennen zurück. Anschließend hatte es das Team von Tomasz Dec selbst in der Hand, mit einem Sieg im letzten Kampf über den ASV Möckmühl den zweiten Tabellenplatz und damit die Qualifikation für die Landesliga zu schaffen. Was folgte, war ein Finale, das an Dramatik kaum zu überbieten war. In einem von beiden Seiten intensiv geführten Kampf, gingen die Akteure bis an ihre Grenzen und zeigten, dass beide den Aufstieg verdient hätten. Am Ende setzte sich die Staffel des ASV Möckmühl jedoch knapp mit 21:19 durch. Die Enttäuschung angesichts des knappen Scheiterns war bei den Ringern und Verantwortlichen der KG natürlich groß. Das Auftreten der Mannschaft macht für die Zukunft jedoch Hoffnung. Bereits in der Kabine schworen sich die KG-Ringer auf die kommende Saison ein. Viel Zeit, sich auszuruhen, bleibt nicht: In den kommenden beiden Monaten stehen für etliche die Einzelmeisterschaften an. Mit guten Platzierungen wollen sie dort zeigen, dass der verpasste Aufstieg nur ein Ausrutscher war.

sal