Lokalsport

„Drei Punkte, egal wie“

Unterlenninger wollen aus der Mini-Krise

Das Spitzentrio der Kreisliga B6 hat, nachdem die direkten Duelle überstanden sind, am Wochenende wieder vermeintlich leichtere Jobs vor der Brust. Am schwersten wird´s für den zweitplatzierten TSV Ötlingen, der mit dem TSV Weilheim II den Fünften erwartet.

Kirchheim. Nach elf Spieltagen machen sich in der Kreisliga B erste Verschleißerscheinungen bemerkbar: Harte Partien stecken den Spielern in den Knochen, bei so manchem Verein wird die Verletztenliste lang und länger. Besonders zu spüren bekommt das zurzeit der TV Unter­len­ningen. Nach neun Siegen in Serie gab´s für den TVU zuletzt aus zwei Spielen nur einen Punkt. Am Sonntag gegen den TSV Schlierbach muss die Mannschaft ohne den erkrankten Trainer Marc Mayer die Mini-Kri­se beenden. „Drei Punkte, egal wie“, fordert Mayer. Immerhin sind mit Steffen Friedel und Jochen Gere wieder zwei „alte Haudegen“ mit von der Partie.

Ein Wiedersehen mit alten Kameraden gibt es am Sonntag für TG-Neu-Coach Bernhard Feldmann im Spiel gegen den TSV Notzingen II – Feldmann war lange Zeit Torwart bei der Notzinger „Ersten“, kennt einige Akteure also noch bestens. Die Rollen vor dem Aufeinandertreffen sind allerdings klar verteilt: Tabellenführer TSVN II ist gegen die zehntplatzierte TG haushoher Favorit – einzig das Wetter könnte den Siegeszug der Notzinger aufhalten: Die Partie auf dem ramponierten TG-Platz ist angesichts der schlechten Wetteraussichten stark ausfallgefährdet.

„Ein Ergebnis wie letztes Mal“, wünscht sich der Trainer des TSV Weilheim II, Jürgen Fritsch, im Spiel gegen den TSV Ötlingen – mit 4:0 hatten die Weilheimer den TSVÖ Ende April abgekanzelt. Bei einer Wiederholung dieses Erfolgs würde auch ein zweiter Wunsch Fritschs in Erfüllung gehen: Einem „Großen“ ein Bein zu stellen. Die Weilheimer Chancen stehen gar nicht mal schlecht, schließlich fallen beim TSV Ötlingen mit Sando Giacobbe, Jan Müller und Alexander Joachim gleich drei Leistungsträger aus.

Mit Ausfällen haben auch der SV Nabern und der TSV Holzmaden zu kämpfen. Ganz pragmatisch sieht´s SVN-Trainer Karl-Heinz Toparkus, dem der komplette Sturm fehlt: „Wir fangen an und sehen, was bis zur 92. Minute passiert“. Sein Holzmadener Kollege Helmut Hartmann hat unlängst in einem Kurzurlaub neue Kräf­te getankt. Ob´s geholfen hat? Schließ­lich steht für Holzmaden der An­schluss zur Tabellenspitze zur Disposition.

Im Spiel zwischen den SF Dettingen II gegen TSV Owen treffen nicht nur tabellarische (Siebter gegen Achter), sondern auch geografische Nachbarn aufeinander – entsprechend viele Zuschauer werden daher auch erwartet. Kräftemäßig sind die Owener im Vorteil, waren sie doch am vergangenen Wochenende spielfrei

Beim TV Neidlingen II will man den Elan des 3:0-Siegs über den SV Nabern vom vergangenen Wochenende mit in die Partie gegen die SGEH II retten. Bei einem Sieg wäre der Neidlinger Anschluss ans Mittelfeld endgültig hergestellt.

Im Kellerduell stehen sich der SV Reudern II und der TSV Oberlenningen II (beide erst mit drei Pünktchen auf dem Konto) gegenüber. TSVO-Trainer Heinz Eber bringt die Bedeutung des Kicks auf den Punkt: „Der Gewinner wird sich absetzen“. Angesichts von sechs Ausfällen sind die Oberlenninger dabei allerdings in der Außenseiterrolle. mas

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