Lokalsport

Duell der Giganten im Bergwald

Nach der Generalabsage vom vergangenen Wochenende dürfte sich in der Fußball-Kreisliga B6 am kommenden Sonntag die Spreu vom Weizen trennen. Im Ohmdener Bergwald steigt der Schlager des 18. Spieltags, wenn der Primus TSV Ohmden die TG Kirchheim zum Tanz bittet.

KLAUS SCHORR

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KIRCHHEIM Urteilt man nach der derzeitigen Formkurve und der Vorbereitung in der Winterpause, spricht vieles für den Spitzenreiter und Topfavoriten aus dem Bergwald, auch wenn Trainer Uwe Schulz davon nichts wissen und den Druck von seiner Truppe nehmen will. "Wir sind keine Übermannschaft, sondern nur einer von fünf Meisterschaftskandidaten." Den größten Druck dürfte zweifellos die TG verspüren, denn im Falle einer Niederlage wären es schon sechs Punkte Differenz auf die Spitze, was bereits das Aus im Meisterschaftsrennen bedeuten könnte. Peter Scherrer und William Hollstein stehen beim TSV Ohmden wieder zur Verfügung, nur Torjäger Manne Heiland wird am Sonntag fehlen. "Natürlich haben wir eine gute Vorbereitung gespielt", meint Ohmdens Coach, "ein Sieg am Sonntag wäre ein Riesenschritt für uns." Dass die Trauben im Bergwald hoch hängen, weiß auch TG-Spielertrainer Costa Giacobbe, der bald selbst Ohmdener Bürger sein wird. "Insofern bleiben die Punkte in jedem Fall daheim", meint er schmunzelnd. TG-Goalgetter Gianpiero Licata-Tiso wird auf jeden Fall für den Rest der Saison ausfallen.

Während der Tabellenzweite aus Notzingen gegen die ebenfalls zweite Garnitur des SV Reudern kaum vor ernsthafte Probleme gestellt werden dürfte, wird wohl auch Jesingens Bezirksligareserve in Unterlenningen drei Punkte entführen. Auch der TSV Ötlingen ist bei diesem Bestreben im heimischen Rübholz klarer Favorit gegen die ersatzgeschwächten Gäste aus Owen, auch wenn sich Jürgen Kammerers Schützlinge aus der Au in der Rückrunde bisher nicht schlecht verkauft haben. Der VfL Kirchheim II will nach dem Meisterschaftsaus wenigstens noch als bester Sturm der Liga dastehen und kann dies gegen Unterboihingens zweiten Anzug untermauern.

Favorisiert sind Florian Busses Weilheimer im Kampf der Reserven im heimischen Lindachstadion. Gegen den TV Neidlingen II hat der TSV derzeit personell die besseren Karten. In Schlierbach stellt sich die Frage, ob Hummel & Co nach der Grippewelle endlich wieder Boden gutmachen können? Naberns Zweite wird dies am heimischen Oberen Wasen nur ungern zulassen.