Lokalsport

Duell mit Ex-Coach als Motivation

Verfolger unter sich: Heimstarker FV 09 Nürtingen erwartet den TSV Jesingen

Fünf Nachholspiele stehen am Wochenende in der Fußball-Bezirksliga auf dem Programm. Der Knüller steigt dabei auf dem Nürtinger Wörth, wo der Tabellenzweite FV 09 den Vierten aus Jesingen erwartet. Für den TSVJ ein Spiel mit vorentscheidendem Charakter in Sachen Relegation.

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Kirchheim. „Wir dürfen dieses Spiel auf keinen Fall verlieren, wenn wir uns noch Chancen auf den zweiten Tabellenplatz ausrechnen wollen“, sagt Jesingens Spielertrainer Marc Kaisner vor dem Top-Spiel beim FV 09 Nürtingen. Aufgrund der nicht optimalen Vorbereitung und dem nicht gerade berauschenden Pokalspiel beim A-Ligisten TSV Wernau (6:3 nach Verlängerung) sieht Kaisner seine Mannschaft in Nürtingen in der Außenseiterrolle. Kein Wunder: Die Gastgeber zählen zu den heimstärksten Teams der Bezirksliga. Im bisherigen Saisonverlauf konnten die „Nullneuner“ bis auf das 1:1 gegen Geislingen sämtliche Heimspiele gewinnen.

Für die Spieler des TSV Jesingen hat die Begegnung eine besondere Note, trainiert mit Klaus Müller doch ausgerechnet der ehemalige Jesinger Coach den Tabellenzweiten – ein zusätzlicher Motivationsschub scheint da vorprogrammiert: „Ich erwarte, dass meine Jungs deswegen besonders motiviert zur Sache gehen“, so Marc Kaisner, der Müllers Job in den Lehenäckern im vergangenen Sommer übernahm. Bis auf Ercan Güllü (Muskelriss) kann er für das Spiel auf dem Wörth personell aus dem Vollen schöpfen.

Im Hinspiel kam der TSV Jesingen zu einem 1:0-Erfolg, der FV-Coach Klaus Müller immer noch quer im Magen liegt: „Wir haben etwas gutzumachen.“ Dabei muss der Nürtinger Trainer mit Fabian Graf (spielte bei den A-Junioren von Dynamo Dresden) und Jan Dittrich (kam vom Landesligisten TSGV Großbettlingen) auf seine beiden Top-Neuzugänge verzichten.

Bei der SGEH ist man indes noch um Standortbestimmung bemüht. Trotz des klaren 8:2-Erfolges im Pokal beim SV Altenstadt konnte SGEH-Spielertrainer Antonio Portale der Partie nichts Gutes abgewinnen: „Dieser Gegner hat uns in keiner Phase gefordert. Das war ein besseres Trainingspiel.“ Wegen vieler verletzter und unabkömmlicher Spieler war Portale auch mit der Vorbereitungsphase unzufrieden. „Ich weiß im Moment überhaupt nicht, wo wir stehen“, jammert er. Nach nur vier Punkten aus den letzten sechs Spielen vor der Winterpause steht die SGEH übermorgen gegen den TSV Neckartailfingen bereits unter Zugzwang.

Ebenfalls nicht zufrieden mit der Vorbereitung ist Ronald Witt, der Trainer des TSV Notzingen. „Die Trainingsbeteiligung war nicht gerade rosig.“ Dazu konnte die Eichert-Elf mit Sascha Lukic von der TG Kirchheim nur einen Neuzugang präsentieren. Deshalb ist Witt überzeugt: „Mit unserem kleinen Kader haben wir noch einen harten Weg vor uns.“ Die bisher erzielten 20 Pluspunkte sind kein Ruhekissen, denn der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt nur drei Zähler. Nach zuletzt vier Siegen (5:0 gegen die SF Wernau, 2:0 beim TSV Raidwangen, 8:1 beim FC Nürtingen 73, 2:1 gegen den SV 1845 Esslingen) in Folge will der TSVN­-Coach die Serie weiter ausbauen: „Unter Wettkampfbedingungen wird sich zeigen, ob die Mannschaft Charakter zeigt.“

In den weiteren Nachholspielen ist der SV Ebersbach gegen den VfB Neuffen klarer Favorit und der TSV Deizisau will seine minimale Chance auf den zweiten Tabellenplatz mit einem Heimsieg gegen den TSV Grötzingen wahren. kdl