Lokalsport

Durchmarsch bis ins A-Finale

SFD-Brustschwimmerin Fabi-enne Fritz mal wieder ganz stark: Beim qualitativ stark bestückten Meeting in Uster (Schweiz) belegte sie die Ränge sechs und acht.

USTER Kürzlich fuhr Landestrainer Thomas Lebherz mit der zentralen Trainingsgruppe des Olympia-stützpunktes Stuttgart zum ersten Mal zum internationalen Schwimmwettkampf ins schweizerische Uster. Dort trafen sich auch National- schwimmer aus Kanada, Schweden, Belgien, Italien, Russland, der Ukraine und aus den Niederlanden. Sogar die polnische Nationalmannschaft war zugegen. Von den bekannten deutschen Schwimmern waren Petra Dallmann, Simone Weiler und Christian Keller anwesend. Oleg Lisogor (Ukraine) verpasste knapp den Weltrekord über 100 m Brust, Olympiateilnehmerin Stanislava Komorowa aus Russland (Silbermedaillengewinnerin über 200 m Rücken) und Alessio Boggiatto aus Italien (Vierter in Lagen) schwammen ebenfalls.

Anzeige

Mit von der Partie war auch Fabienne Fritz von den Sportfreunden Dettingen, die zunächst über 100 m Brust schwamm. Sie erreichte in der offenen Altersklasse das B-Finale, schlug mit einer neuen persönlichen Bestzeit (1:14,56 Minuten) an und wurde insgesamt Achtbeste unter den teilnehmenden Brustschwimmerinnen aus ganz Europa. Tags später schlug sie über 200 m Brust in 2:39,33 Minuten an und erreichte sogar das A-Finale. Insgesamt wurde sie Sechste in der offenen Klasse.

Hinterher war die SFD-Schwimmerin überglücklich über ihr Abschneiden, zumal sich der momentane riesige Trainingsaufwand zu lohnen scheint. Fabienne Fritz besucht seit September das Wirtschaftsgymnasium der Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule in Stuttgart-Ost. Diese Schule zählt zu den Eliteschulen des Sports. In ihrer Klasse sind weitere 13 Spitzensportler aus verschiedensten Sportarten. Jeder Sportler hat dort einen eigenen Vertrauensschüler, der immer den versäumten Schulstoff an "seinen" jeweiligen Sportler weitergeben muss. Fabienne fährt jeden Tag mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Stuttgart und kommt abends spät nach Hause. Jede Minute ist bis ins kleinste Detail verplant.

Der Stress geht weiter: In den Faschingsferien fliegt Fabienne Fritz mit ihren Trainingskollegen nach Tunesien ins Trainingslager. Das Ganze ist eine Austausch-Aktion: Tunesische Schwimmer werden Ende März nach Stuttgart kommen und ebenfalls ein Trainingslager veranstalten.

mf