Lokalsport

Ein echter Derby-Knaller auf der Alb

Die Hälfte der Vorrunde der Fußball-Bezirksliga ist gespielt und auf Rang eins thront, noch ungeschlagen, der GSV Dürnau. Die Liga hofft der Spannung wegen auf einen Ausrutscher des GSV am Sonntag beim Aufsteiger FC Nürtingen 73.

WALTER HALLER

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KIRCHHEIM Von den Teckver-tretern will der TSV Notzingen mit einem Heimsieg gegen Uhingen den Anschluss an die Spitze halten, während sich die SGEH und der TSV Jesingen in ihrem "Sechspunktespiel" im Hardtwaldstadion jeweils von der Abstiegszone absetzen wollen.

Ein weiteres Heighlight steigt in Nürtingen, wo der ehrgeizige Aufsteiger FC 73 versuchen will, den Dürnauern die erste Saisonniederlage beizubringen. Per "Dreier" könnte der Aufsteiger mit den Dürnauern gleichziehen. Auf zwei erfolgreiche "Sixpacks" kann der TSV Notzingen zurückblicken: Dem 6:0 im Heimspiel gegen Neuhausen ließ die Haußmann-Truppe am letzten Sonntag einen 6:1-Sieg im Derby in Jesingen folgen. "Das Ergebnis war in Ordnung, spielerisch war ich mit meinem Team nicht zufrieden", bilanziert Notzingens Coach Stefan Haußmann. Mit dem FC Uhingen kommt nun ein Gegner auf den Eichert, gegen den die Erfolgsserie fortgesetzt werden kann. Die Schützlinge von Jürgen Schorstädt sind sehr wankelmütig, überraschten aber mit einem 1:1 in Dürnau. "Wir wollen unser Hoch auch gegen Uhingen fortsetzen. Um vorne dranzubleiben, müssen wir aber noch eine Schippe drauflegen", gibt Haußmann die Vorgabe. Bis auf den Urlauber Alexander Ruff hat Haußmann alle Mann zur Verfügung.

Weder die SGEH noch der TSV Jesingen konnten bisher an die Form der letzten Runde anknüpfen und dümpeln am Rande der Abstiegszone. SGEH-Coach Ralf Friedl macht die lange Verletztenliste seiner Truppe dafür als Ursache aus. Beim 3:3 in Neuhausen fehlten am Sonntag fünf Stammspieler, die auch gegen Jesingen ersetzt werden müssen. "Viermal haben wir zuletzt Unentschieden gespielt, meist lagen wir hinten. Aber dank unserer tollen Moral haben wir immer wieder aufgeholt", lobt der Neu-Coach seine Mannen. Just auf Moral hofft er auch am Sonntag, um die Chance zu nützen, den zweiten Saisonsieg einzufahren und die Jesinger in der Tabelle damit zu überholen.

Deren Moral wird nach dem "Waterloo" gegen Notzingen sicher nicht die beste sein. Erinnerungen an die letzte Saison werden geweckt: Damals setzte es für die Jesinger im Hardtwaldstadion ebenfalls eine 1:6-Schlappe. "Wir müssen das Spiel gegen Notzingen schnell vergessen und nach vorne schauen. Die nächsten zwei Spiele sind für uns wegweisend", blickt Jesingens Trainer Klaus Müller voraus. Müller will mit seiner Truppe in den Spielen gegen die SGEH und nächste Woche gegen Zell punkten, um sich so vom Tabellenende abzusetzen. "Wir müssen uns aber gewaltig steigern, um im Hardtwaldstadion den angepeilten Punkt zu holen", zeigt er sich realistisch. Für Müller wird es sicher nicht einfach, seinen Jungs nach dem noch tief in den Knochen steckenden 1:6 neues Selbstvertrauen zu vermitteln.

Von den vier Aufsteigern hatten der FC Nürtingen und der TSV Grötzingen einen glänzenden Einstand. Anders dagegen die TSG Zell und die Wernauer SF, die beide derzeit auf Absteigerplätzen rangieren. Während Wernau sich in Boll kaum etwas erhoffen kann, wollen die Zeller im Heimspiel gegen Neuhausen wieder punkten. Allerdings wird TSG-Coach Axel Maier Mühe haben, seine Jungs nach der deftigen 2:9-Schlappe in Dürnau wieder aufzurichten. Doch jedes Spiel läuft anders und immerhin haben die Zeller ihre letzten beiden Heimspiele gewonnen. Darüber hinaus konnte die Elf vom Aichelberg sowohl gegen Wernau (5:2) als auch gegen Wolfschlugen (5:3) jeweils fünf Tore erzielen.