Lokalsport

Ein hartes Stück Arbeit

Nach einem harten Stück Arbeit gelang Fußball-Bezirksligist TSV Notzingen gestern der zweite Saisonerfolg. Gegen den TSV Wolfschlugen fuhr die Haußmann-Elf durch zwei Treffer in der hektischen Schlussphase einen glücklichen 2:0 (0:0)-Sieg ein.

NOTZINGEN Dezimiert auf zehn Spieler und mit dem Rücken zur Wand erlebten die Kicker des TSV Notzingen die Schlüsselszene der Partie in der 84. Minute: Der eingewechselte Wolfschlugener Verteidiger Matthias Heil verlor in der eigenen Hälfte den Ball an Notzingens Flügelspieler Patrick Brucker. Der fackelte nicht lange, transportierte das Spielobjekt irgendwie zu Birant Sentürk und jubelte anschließend gemeinsam mit dem zurückgekehrten TSVN-Goalgetter über dessen spielentscheidenden Treffer.

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Die Steine, die den Zuschauern so sie TSVN-Fans waren vom Herz fielen, lösten im Eichert fast ein kleines Erdbeben aus. Die Notzinger hatten zwar stark begonnen, waren jedoch im Abschluss allzu fahrlässig mit ihren Chancen umgegangen. Der Höhepunkt diesbezüglicher Unzulänglichkeiten ereignete sich in der 21. Minute, als Brucker, Sentürk und Fabian Schäfer innerhalb einer Minute fast schon ein Scheibenschießen auf das TSVW-Tor veranstalteten, das Leder jedoch nicht im Wolfschlugener Gehäuse unterbrachten. Fabian Schäfer hatte weitere Chancen auf dem Fuß (10., 33.) konnte diese jedoch ebenso wenig nutzen wie Brucker, dessen Freistoßknaller auf der Latte landete (34.).

Der TSVN hatte kein passendes Rezept in der Tasche, den TSVW-Abwehrring zu knacken. Hohe Bälle, die planlos in den Strafraum geflankt wurden, waren sichere Beute der langen Kerls in der TSVW-Abwehr. Zudem klaffte im zentralen Mittelfeld ein ansehnliches Loch ein Zeichen dafür, dass der krankheitsbedingte Ausfall von Gaetano Caruana nicht kompensiert werden konnte. Auf Seiten der Gäste ragte Michael Dast als Alleinunterhalter im Sturm heraus. Der ehemalige VfL-Jugendspieler hatte seine Chancen in der 35. Minute, als er an TSVN-Keeper Martin Habram scheiterte und eine Zeigerumdrehung später, als sein Schuss knapp am langen Eck des TSVN-Tores vorbeistrich.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Notzinger mit Elan aus der Kabine, hatten durch Fabian Schäfer eine gute Einschussmöglichkeit und dezimierten sich anschließend durch eine Undiszipliniertheit eben jenes Spielers selbst. Die Einheimischen stärkten den Gegner, der fortan spielbestimmend agierte. Auf Notzinger Seite lief nicht viel zusammen. Es fehlte jegliche Ordnung und Zuordnung im Spiel bis zur unabsichtlichen Einladung der Wolfschlugener Abwehr in der 84. Minute und der daraus resultierenden Führung.

Den Schlusspunkt setzte dann Zoran Paric nach feinem Anspiel von Sentürk mit einem tollen Solo durch die TSVW-Abwehr und dem abschließenden Schuss zum 2:0-Endstand (90.). TSVN-Spielertrainer Stefan Haußmann nach der Partie: "In Unterzahl haben wir eine starke Leistung abgeliefert. Die Gelb-Rote Karte von Fabian Schäfer war Dummheit."

wai

TSV Notzingen: Habram Fischer, Müller, Giehl, Haußmann I. Schäfer (66. Azevedo), Teixeira (87. Yildiz), Paric, Brucker Sentürk, F. SchäferTSV Wolfschlugen: Keller Philipp (86. Heil), F. Franchi, Kußmann, Schöler Gräser, Kehl, Focht, Absenger, Muslija (65. Gogulski) DastTore: 1:0 Sentürk (84.), 2:0 Paric (90.)Gelbe Karten: Haußmann, Paric, Brucker, F. Schäfer, Teixeira, Sentürk Absenger, MuslijaGelb-Rote Karten: F. Schäfer (TSVN/54., Unsportlichkeit), Absenger (TSVW/89., wiederholtes Foulspiel)Zuschauer: 120Schiedsrichter: Mehmet Özgü (Senden) stand unter Beobachtung und leitete die Partie nervös.