Lokalsport

Ein Oberligist zur Generalprobe

Ein echtes Fußball-Highlight gibt es für den VfL Kirchheim in der dritten Runde des Fußball-Verbandspokals. Morgen Abend um 19 Uhr erwarten die Teckstädter zur Generalprobe für den Punktspielstart am Sonntag den Oberligisten TSV Crailsheim.

KLAUS-DIETER LEIB

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KIRCHHEIM Mit dem TSV Crailsheim kommt eine Mannschaft an die Jesinger Allee, die in der Punktspielrunde der Oberliga nach zwei Auftaktniederlagen (0:3 beim SSV 1846 Ulm, 1:2 gegen den SV Waldhof Mannheim) einen klassischen Fehlstart hingelegt hat. "Klar sind meine Spieler enttäuscht", weiß Trainer Peter Kosturkov. Dass es in der Punkterunde noch nicht so läuft, dafür hat Kosturkov folgende Erklärung: "Wir haben viele neue Spieler bekommen und sind noch nicht richtig eingespielt." Deshalb erhofft sich der Crailsheimer Coach ein Erfolgerlebnis per Sieg in Kirchheim. "Wir wollen auf jeden Fall eine Runde weiter kommen", ist die Zielsetzung Kosturkovs was die Aufgabe für den VfL Kirchheim nicht einfacher macht. Dennoch sieht Norbert Krumm, der sportliche Leiter, die Chancen für einen Erfolg der Blauen gar nicht schlecht: "Es wird ein ausgeglichenes Spiel, in dem wir uns am Gegner steigern werden."

Eine mutige Aussage, wenn man bedenkt, dass der TSV Crailsheim trotz der beiden Punktspielniederlagen zum Favoritenkreis der Oberliga zählt. Vor allem in den ersten beiden Pokalrunden kam der Oberligist mit einem 4:0-Sieg gegen den Ligakontrahenten SG Sonnenhof Großaspach und einem 4:0-Erfolg beim Landesligisten TSV Neu-Ulm souverän in die dritte Runde. Deshalb erhofft sich Norbert Krumm bei diesem attraktiven Gegner, dass es endlich einmal einen größeren Zuschauerzuspruch gibt: "Die Mannschaft hätte es verdient."

Auch der VfL Kirchheim konnte bei seinen beiden bisherigen Auftritten im WFV-Pokal überzeugen. Nach dem 1:0-Sieg beim Verbandsligafavoriten FV Olympia Laupheim folgte beim Landesligavertreter Calcio Leinfelden-Echterdingen ein 3:0. Damit haben die Teckstädter, genauso wie der TSV Crailsheim, im laufenden Wettbewerb noch kein Gegentor kassieren müssen. Für VfL-Trainer Michael Rentschler ist der Pokalfight nochmals eine willkommene Gelegenheit, kurz vor dem Start in die neue Verbandsliga-Saison die endgültige Formation zu finden. Große Experimente dürfte es nicht mehr geben, denn es kann davon ausgegangen werden, dass die Anfangsaufläufer im Pokalspiel gegen den Oberligisten auch am Sonntag beim Aufsteiger FC Gärtringen von Beginn an spielen werden.

Von der personellen Seite hat der Kirchheimer Übungsleiter die Qual der Wahl, denn alle Mann sind an Bord. Auch Gästetrainer Kosturkov hat keine Personalprobleme und kann aus dem Vollen schöpfen. Nach der unglücklichen 1:2-Heimniederlage am vergangenen Samstag gegen den Meisterschaftsmitfavoriten SV Waldhof Mannheim (Kosturkov: "Da haben wir die erste Halbzeit verschlafen"), wird es in der Mannschaftsaufstellung einige Veränderungen geben.

Mit der Unterstützung des Publikums und dem nötigen Glück könnte dem VfL Kirchheim vielleicht eine Überraschung gelingen. Im Achtelfinale ist der Sieger aus der Begegnung zwischen dem Landesligisten FC Isny und dem Oberligisten Heidenheimer SB der nächste Gegner des VfL oder des TSVC.