Lokalsport

Ein Quartett jagt den TSV Jesingen

Die Fußball-Bezirksliga verspricht für den weiteren Verlauf der Rückrunde, die Ende Februar beginnt, Spannung ohne Ende. An der Spitze regieren mit dem TSV Jesingen und dem TSV Notzingen zwei Teckvereine. Den Absturz in die Kreisliga A vermeiden will die SGEH mit Neu-Goalgetter Antonio Portale und auch der TSG Zell mit Antonino Singh vom Verbandsligisten VfL Kirchheim.

EBERHARD EINSELEN

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KIRCHHEIM An der Tabellenspitze ist noch alles offen. Dabei spürt Spitzenreiter TSV Jesingen insbesondere den Atem von Konkurrent TSV Notzingen im Nacken. Aber auch der TSGV Großbettlingen, der SV Göppingen und der TSV Boll haben das Ziel Landesliga immer noch im Visier. Auf dem Transfermarkt war in der Winterpause ordentlich was los. Besonders aktiv war der FV Neuhausen: Der abstiegsbedrohte Club, trainiert von Robert Stadtmüller, lotste gleich sechs Spieler auf die Fildern. Keine Wechselspiele dagegen in den Jesinger Lehenäckern. Coach Klaus Müller vertraut voll und ganz seinem eingespielten Kader. Nach einer Knieoperation muss der Tabellenführer voraussichtlich in den ersten Spielen auf Keeper Florent Karahoda verzichten. So ist das Eigengewächs Alexander Feeß gefordert. Das Vertauen hat der 21-Jährige mit Bezirksliga-Erfahrung voll und ganz. Die Jesinger Fans träumen nach der Vorrunde schon ein bisschen von der Landesliga. Doch Müller tritt auf die Euphoriebremse: "Wir lassen uns nicht unter Druck setzen, wollen aber bis zum Schluss vorne dabei bleiben."

Der TSV Notzingen will es wissen. Nach einem total verkorksten Saisonstart blieben Spielertrainer Stefan Haussmann und sein Team cool. Auch von außen in die Mannschaft hineingetragene Querelen brachten den ehemaligen VfL-Oberligakicker nicht aus der Fassung. Ganz im Gegenteil: Nach einer tollen Serie liegt das Eichert-Team bereits auf Rang zwei. Und die Notzinger haben bei den Neuverpflichtungen noch einmal kräftig zugelangt. Der 24-jährige Ercan Güllü vom SC Geislingen soll die Abwehr verstärken. Michael Pflüger und Serkan Karacagüm kamen von Ligakonkurrent SGEH.

Den spektakulärsten Spielertransfer vermeldete die SGEH. Antonio Portale, in der Vorrunde noch in Diensten von A-Ligist TSV Oberlenningen, heuerte auf der Berghalbinsel an. Portale kickte in der vergangenen Saison beim damaligen Verbandsligisten FC Frickenhausen. Mit dem Neuzugang versuchen die Älbler, den Abstieg zu verhindern. Da ist der neue Trainer Erhard Reinhofer (löste im November das Duo Danell Stumpe und Michael Pflüger ab) richtig gefordert.

Abstiegsnöte auch beim Tabellenletzten TSG Zell. Trainer Axel Maier hat im November frustriert das Handtuch geschmissen. Holm Weber soll nun retten, was noch zu retten ist. Die Funktionäre unter dem Aichelberg haben schon mal ihre Vorleistungen mit der Verpflichtung von Antonino Singh erbracht. Der 21-Jährige erzielte in der Vorrunde noch Tore für den Verbandsligisten VfL Kirchheim.

Im Abstiegskampf des Bezirksoberhauses ist die Situation so: Sofern kein Verein aus der Landesliga absteigt, gibt es zwei Direktabsteiger und der Tabellenvierzehnte muss in die Relegation. Im Falle des Abstiegs eines Vertreters aus dem Bezirk Neckar-Fils müssen drei Vereine den direkten Weg in die Kreisliga A antreten und der Dreizehnte bestreitet die Relegation.