Lokalsport

Ein Rekord zum Jubiläum

Jubiläum nach Maß: Mit der Rekordzahl von 528 Teilnehmern hat die 25. Auflage des Silvesterlaufs alles bisher Da- gewesene in den Schatten gestellt. Nach der Schlammschlacht des vergangenen Jahres spielte bei der traditionellen Erstürmung des Teckberges dieses Mal sogar auch das Wetter mit.

PETER EIDEMÜLLER

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KIRCHHEIM Der Lauftreff ruft, die Massen kommen noch nie haben sich so viele mutig Entschlossenen auf den wahrlich nicht unbeschwerlichen Weg vom Kirchheimer Rathaus Richtung Teck gemacht, wie am letzten Tag des Jahres 2006. Bereits eine Stunde vor dem Startschuss tummelten sich die Läufer in noch nie dagewesener Anzahl vor dem Rathaus. "Das gab's noch nie, dass so viele Teilnehmer schon so früh da sind", wunderte sich Lauftreffleiterin Jutta Krehl, die die Läufer in Vertretung der erkrankten Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker auf die Strecke schickte. Mit ein Grund für das frühe Erscheinen der Läufer dürften die T-Shirts gewesen sein, die der Teckbote anlässlich des Doppel-Jubiläums (25 Jahre Silvesterlauf und 175 Jahre Teckbote) an die Teilnehmer verteilte. "Wenigstens haben wir jetzt etwas Weißes, wenn schon der Schnee dieses Jahr fehlt", witzelten einige ob der Farbe der Shirts.

Dass sie ihre Funktion als luftige Laufbekleidung erüllen konnten, war einem weiteren Rekord zu verdanken: Bei frühlingshaften 13 Grad machte sich die Läuferschar auf den Weg Richtung Teck, der vor allem ab dem berüchtigten "Ho-Tschi-Minh-Pfad" zwischen Guckenrain und Hörnle um einiges angenehmer zu bewältigen war als im Jahr zuvor. Silvester 2005 hatte knöcheltiefer Matsch für eine kraftraubende Rutschpartie gesorgt.

Begünstigt durch die äußeren Bedingungen lockte das Lauf-Event auch eine rekordverdächtige Zahl Zuschauer an die Strecke, was der einmal mehr überfüllte Parkplatz am Hörnle bewies. Autos aus Karlsruhe, Stuttgart, Ulm und Reutlingen deuteten auf die stetig wachsende Beliebtheit des Silvesterlaufs auch außerhalb der Kirchheimer Stadtgrenzen hin.

Mit Rätschen, Rasseln oder einfach einer lautstarken Stimme trieben die Zuschauer die wackeren und zunehmend von den Strapazen gezeichneten Läufer die letzten Kilometer zur Teck hinauf. Obwohl der Weg bekanntlich das Ziel ist, linste doch so mancher vor dem anstregenden letzten Stück hinauf zur Teck auf die Uhr für eingefleischte Läufer ist das alljährliche Unterbieten der persönlichen Bestzeit zusätzlicher Anreiz. Bei allem persönlichen Ehrgeiz war jedoch auch das "Wir-Gefühl" deutlich spürbar. Viele Finisher klatschten sich am Rathaus erschöpft, aber glücklich ab. Bei einem Becher Glühwein und einer Brezel waren sich dann alle einig: "Silvester 2007 sind wir wieder dabei."