Lokalsport

Ein Rennerlebnis wie in alten Zeiten

Lästiges Frühaufstehen und eine lange Anfahrt ins Gebirge konnten sich die 113 Skirennläufer des Bezirks Mittlere Alb am Wochenende sparen. Das Bezirkspokalrennen, das der SVL Kirchheim dank bester Schneeverhältnisse an den Wiesensteiger Bläsiberg verlegte, erinnerte manchen Routinier an alte Zeiten, als der Winter auf der Alb noch Stammgast war.

WIESENSTEIG Herausragende Leistungen brachten vor allem die Läufer der Vereine um Teck und den Reußenstein: Carolin König (SF Dettingen) und Ralf Schmidt (SLA Lenningen) mit der Tagesbestzeit, Julia Grüning und Kai Mehlstäubl (beide TV Neidlingen) sowie das Geschwisterpaar Caroline und Kai Dangel (beide VfL Kirchheim) mit herausragenden Leistungen in ihren Altersklassen.

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Bezirkstrainerin Christine Gerber hatte am Bläsiberg zwei flüssige Läufe ausgesteckt, bei denen es nur wenig Ausfälle gab. In der Schülerklasse 12 belegten bei den Mädchen hinter der herausragenden Julia Grüning Tara Rauscher und Ulrike Mayer (beide TSV Weilheim) die Plätze zwei und drei. Bei den Jungen war Kai Mehlstäubl vor Steffen Rapp (SAG Göppingen) und Florian Braun (TSV Weilheim) an diesem Tag nicht zu schlagen. In der Schülerklasse 14 siegte Carla-Christin Knödler (SAG Göppingen) vor Ann-Kathrin Stolz (TV Neidlingen). Robin Schöllhorn (SAG Göppingen) verwies bei den Jungen Stephan Koss (RSK Esslingen) auf den zweiten Platz.

In der Jugendklasse 16 hatte Catrin Huttenlocher (TSV Jesingen) die Nase vorn vor Selina Schöllhorn (SAG Göppingen). Hinter Kai Dangel, der die zweitbeste Zeit im Gesamtklassement erzielte, konnte sich mit der drittbesten Zeit Christian Heinrich (TV Unterlenningen) platzieren. Hinter Caroline Dangel, die knapp die Tagesbestzeit verfehlte, rangierten vom TV Unterlenningen Lisa-Marie Heinrich auf dem zweiten und Svenja Hohler auf dem dritten Platz. Bei den Damen fuhr Christine Gerber (TV Unterlenningen) hinter der Tagesbestzeitläuferin Carolin König auf den zweiten Platz. In der Damenklasse 31 siegte Ulrike Spindler (TSV Schopfloch).

Während Ralf Schmidt als Fahrer der "jüngsten Altersklasse" Herren 31 der gesamten Konkurrenz davon gefahren war, ging es anschließend im Nachfolgefeld der Herrenklassen recht eng zu. Bei den Aktiven, der Herrenklasse 21, gewann Christopher Klatte (TSV Weilheim) knapp vor Dennis Huttenlocher (TSV Jesingen) und dem drittplatzierten Andreas Wolfer (SLA Lenningen). In der Herrenklasse 31 landeten hinter Ralf Schmidt Markus Stolz (TSV Jesingen) und Michael Spindler (TSV Schopfloch). Mit einer hervorragenden Zeit gewann Bernd Weiler (TSV Weilheim) in der Herrenklasse 36 vor seinem Vereinskameraden Robert Laub und Kai Modrich (SV Gmünd).

Dass man im Schwabenalter nicht nur weise wird, sondern auch beim Skirennlauf immer noch ganz vorn mitmischen kann, bewies nicht nur das stark besetzte Teilnehmerfeld, sondern zeigten vor allem auch die Sieger: Jürgen Bischoff (SF Dettingen) bei den Herren 41, Bernd Mayer (TSV Weilheim) bei den Herren 46 und schließlich Norbert Bartle (SV Gmünd) bei den Herren 51. Am Ende dieses Skirennfestivals vor heimischer Kulisse nahm Wettkampfleiter Bruno Panni im Beisein des Bezirksvorsitzenden Heiner Dangel die Siegerehrung vor. Belohnt wurden an diesem Wettkampftag nicht nur die Sieger. Belohnt wurden alle Teilnehmer mit hervorragenden Schneeverhältnissen bei ansprechendem, mitunter sogar sonnigem Wetter. Auch die große Zahl der Schlachtenbummler, mit vielen ehemaligen Teck-Rennläufern, erlebten spannende Wettkämpfe, trafen alte Skifreunde und erinnerten sich an alte Zeiten mit schneereichen Wintern, in denen das Renngeschehen Ski alpin vor allem an den Albhängen stattfand.

Am Sonntag, 13. März, veranstalten die Kirchheimer Skivereine ihre Stadt- und Vereinsmeisterschaften. Gut möglich, dass der geplante Austragungsort am Hochlitten nach dem Erfolg in Wiesensteig noch kurzfristig Konkurrenz bekommt.

rr