Lokalsport

Ein Saisonabschied zum Vergessen

Basketball Der VfL verliert das letzte Spiel gegen Lokalrivale Göppingen deutlich mit 58:90.

VfL-Spielertrainer Marco Wanzke und sein Team beenden die Saison als Vierte.Foto: Brändli
VfL-Spielertrainer Marco Wanzke und sein Team beenden die Saison als Vierte.Foto: Brändli

Kirchheim. Platz vier in der Landesliga war schon vorher sicher, doch das 58:90 zum Saisonabschluss gegen Lokalrivale TS Göppingen wird der ersten Mannschaft der VfL-Basketballer sicher noch lange schwer im Magen liegen.

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Ohne die zwei Center Cveti Bozic und Max Mauch, auch ohne den verletzten Aufbauspieler und Spielertrainer Marco Wanzke auf dem Feld - die Voraussetzungen vor dem Lokalderby gegen die TS Göppingen von Knights-Co-Trainer Ljubomir Petkovic waren schon alles andere als ideal. Das Hinspiel hatte man dank einer der besten Teamleistungen im Dezember 76:64 gewonnen, diesmal sollte alles anders kommen. Verschlafen, unmotiviert, unkonzentriert: das waren die ersten sechs Minuten - 5:17! Dann legten wieder einmal Marco Gligoric und Tim Auerbach los, 17 Punkte des 20:4-Laufes, der auch von vielen Wechseln von Petkovic, der zwölf Spieler zur Verfügung hatte, unterstützt wurde, stammten von den Kirchheimer Topscorern. Bis zur Pause war’s das mit den Läufen, der VfL ging mit der 39:37-Führung in die Kabine.

Doch nun begannen die Gäste zu treffen. Hatte vor dem Seitenwechsel noch kein einziger Drei-Punkte-Wurf der Turnerschaft sein Ziel erreicht, hagelte es nun Fernwürfe. Allein vier zum 43:53 (26.), und der VfL hatte keine Antwort darauf. Vorne gab es fast nur noch Einzelaktionen von Gligoric, hinten Löcher und Lücken. 9:25 gingen so die dritten zehn Minuten verloren - und im Schlussabschnitt wurde es nur noch übler (10:28). 22 Freiwürfe gab es zwar in der zweiten Hälfte (elf Treffer), aber aus dem Spiel heraus gelang fast gar nichts mehr: Nur vier Feldkörbe in 20 Minuten sprechen eine deutliche Sprache - das Team fiel vollkommen auseinander, Göppingen feierte am Ende einen hohen 90:58-Sieg.

Insgesamt muss der vierte Platz hinter Meister SV Böblingen II (17:3 Siege), den scanplus Baskets Elchingen II (17:3) und dem TSB Ravensburg (15:5) dennoch als Erfolg bewertet werden. Die Siege gegen Elchingen und in Ravensburg haben gezeigt, wozu das Team in der Lage war. Eine stark verbesserungswürdige Trainingsbeteiligung, andere Prioritäten von Leistungsträgern und eine Spielweise, die zu sehr von Einzelaktionen lebt, verhinderten ein noch besseres Abschneiden.

Wie es weitergeht, wer das Team in Zukunft trainiert, wer spielt und wie die Erste ins Leistungssport-Konzept des Jugend-Koordinators eingebunden werden kann - all diese Fragen müssen in den nächsten Wochen und Monaten beantwortet werden.ut

so spielten sie

VfL Kirchheim: Alanis, Auerbach (12/3), Belitsis (2), Eberle (4), Gligoric (31/2), Haziri (2), Lowski (4), Schmauder (3), K. Wanzke