Lokalsport

Ein Stiefel voller Sorgen

Knights bangen am Nikolaustag gegen Chemnitz um Gordon Scott

Morgen Abend (19.30 Uhr) gastieren die Niners aus Chemnitz in der Kirchheimer Sporthalle Stadtmitte. Ginge es nach den Wünschen von Knights-Coach Frenkie Ignjatovic, würde nicht nur der Nikolaus, sondern auch seine Mannschaft für die Bescherung sorgen.

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Kirchheim. Auch in dieser Woche war im Training Improvisationskunst und Einfallsreichtum gefragt: Tom Klemm und Gordon Scott trugen beim sonntäglichen Spiel gegen Hagen so heftige Blessuren davon, dass sie einige Trainingseinheiten auslassen mussten. Der Einsatz von Scott ist aufgrund seiner Knieprobleme und einer Muskelverhärtung im Oberschenkel auch am Samstag gefährdet. „Eine vernünftige Vorbereitung unter der Woche ist einfach schwer, wenn ich nicht mindestens zehn Spieler im Training zur Verfügung habe“, sagt Frenkie Ignjatovic, der momentan das Beste aus der Situation machen muss: „Die Stimmung im Team ist sehr gut, und wir werden am Samstag vollen Einsatz bringen.“

Schwer genug dürfte dies werden gegen unberechenbare Chemnitzer, die aktuell wie die Gastgeber mit 10:10 Zählern ein ausgeglichenes Konto aufweisen und aufgrund des besseren Korbverhältnisses zwei Plätze vor den Knights auf Rang sieben rangieren. Wie stark die Mannschaft um die US-Profis Dustin Pfeifer, Nate Gerwig, Torvoris Baker und Kevin Weybright ist, zeigte unlängst der Sieg gegen die Phoenix aus Hagen. Jener Mannschaft, gegen die die Knights am vergangenen Wochenende eine deutliche Niederlage hinnehmen mussten. Drei ihrer fünf Siege haben die Niners dabei auswärts einfahren können. Fremde Hallen und lange Anreisen scheinen den langen Jungs aus Sachsen nichts anhaben zu können.

Am vergangenen Sonntag verlor das Team von Headcoach Thorsten Loibl zwar gegen die Bremen Roosters, in einem hochklassigen und spannenden Spiel zeigten aber beide Teams ihre Klasse. Auf Chemnitzer Seite war wieder einmal A2-Nationalspieler Nikita Khartchenkov he­rausragender Akteur. Daneben sind die beiden Center Gerwig und Baker für ihre Rebound-Stärke bekannt.

Dass sich die Defensive der Kirchheimer im Vergleich zum Hagen-Spiel deutlich verbessern muss, steht außer Frage. Nur eine aggressive und dynamische Abwehr kann die Chemnitzer Stärke bei Distanzwürfen ausgleichen. Frenkie Ignjatovic wird seine gefürchteten Halbzeitansprachen deshalb wohl schon zu Beginn halten müssen. Wie gut die Knights an guten Tagen harmonieren und wie gut die individuellen Stärken im Team genutzt werden können, haben die Kirchheimer in dieser Saison schon oft gezeigt. Umso ärgerlicher für den Trainer, wenn sich die Mannschaft durch häufige Schwächephasen zu Spielbeginn schon früh um die Siegchance bringt.

So erwartet nicht nur Knights-Geschäftsführer Siegfried Meissner ein enges Spiel zweier Mannschaften, die sich auf Augenhöhe begegnen werden. „Mit der Unterstützung der Fans im Rücken kann die bisherige Saison vielleicht doch um ein weiteres Erfolgskapitel bereichert werden.“ Eintrittskarten für das morgige Spiel gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen Auto Schmauder, Intersport Räpple, Möbel König, Modehaus Bantlin und an der Abendkasse. Hallenöffnung ist um 19 Uhr. bs