Lokalsport

Ein Sturz mit Folgen

LARS KOCH

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SCHWEDT "Ich hatte meine Ziele diesbezüglich etwas anders definiert", so der 20-Jährige, der in den vergangenen Monaten wahrlich nicht vom Rennglück verschont blieb. Vom Pech auf der Strecke, Problemen mit dem Material bis hin zum Verkehrsunfall auf dem Weg zur Rennstrecke war für Chittaro im Verlauf der Saison schon alles mit dabei. "Für mich war zu Saisonbeginn ein Platz ganz vorn in der deutschen Meisterschaft geplant, bei der DM Open wollte ich unter die Top Fünf und in der Inter DM wäre eine Top-Ten-Platzierung das angestrebte Ziel", so der Kawasaki-Pilot.

Die DM Open ist bereits gelaufen, Chittaro wurde Vierter, in der DM steht vor dem letzten Lauf in Höchstedt am 10. Oktober Platz zwei auf der Haben-Seite, in der Inter DM reiste Chittaro als Zwölfter nach Schwedt, wo der vierte von fünf Läufen auf dem Plan stand. Mit den Zeiten, die Chittaro im Training fuhr, konnte der Schlierbacher selbst recht zufrieden sein. Als das Startgitter dann zum ersten von drei Tagesläufen fiel, war der Fahrer mit der Startnummer 16 auch gleich ganz vorn mit dabei.

In den ersten Runden auf Platz fünf liegend kam es bald zum Dreikampf mit dem vor ihm liegenden Südafrikaner Wyatt Avis und dem Neuöttinger Josef Dobes. "Ich wollte beide mit einem Mannöver knacken", doch der Block ging nach hinten los. Chittaro stürzte, jede Menge Fahrer konnten passieren und er musste wieder nach vorn fahren. Am Ende wurde Chittaro Zehnter.

Auch zum zweiten Lauf passte der Start wieder. Der Schlierbacher lag auf Platz vier, war schnell unterwegs. Zwei Runden vor Schluss erwischte es Chittaro, wie schon so oft in dieser Saison, schuldlos, dafür aber richtig heftig. Der Südafrikaner Avis sprang Chittaro in den Rücken, beide stürzten schwer. "Ich konnte zwar weiter fahren, aber die Platzierung war wieder einmal hinüber", so Chittaro. Im dritten Lauf ging der Schlierbacher dann schwer angeschlagen ins Rennen. "Ich hatte einen heftigen Bluterguss im Rücken, konnte mich kaum noch bewegen", berichtet der 20-Jährige, der am Monntag den ganzen Tag im Bett liegen musste. Zwar lief auch im dritten Durchgang der Start hervorragend, nach Kurve eins war er Dritter doch unter schweren Schmerzen war diese Platzierung nicht zu halten und am Ende stand Platz zwölf zu Buche.

Bereits am kommenden Wochenende steht für Manuel Chittaro, der bis dahin hofft, wieder richtig fit zu sein, ein weiteres Saisonhighlight an. Gemeinsam mit dem diesjährigen DM-Open-Meister Max Nagl und dem zurzeit bärenstarken Apoldaer Daniel Siegl wird der Schlierbacher in Kroatien bei der Mannschafts-Europameisterschaft für Deutschland antreten. "Wir sind ein gutes Team, da sollte schon eine gute Platzierung drin sein."

Ebenfalls am Wochenende gilt es auch wieder für den Kirchheimer Günther Welk, der in diesem Jahr in der German Cross Country-Serie an den Start ging. In der Klasse zwei der semi-professionellen Fahrer steht der Yamaha-Pilot vor dem letzten von sieben Läufen auf Rang drei. "Den will ich natürlich verteidigen, was aber sicher nicht ganz einfach wird", so Welk. Theoretisch wäre für den Kirchheimer beim Ausfall des Führenden und des momentan Zweitplatzierten sogar noch der Sieg in seiner Klasse machbar. Gestartet wird am Sonntag in Mernes.