Lokalsport

„Eine ganz bittere Niederlage“

VfL-Basketballer verpassen möglichen Sieg

Die VfL-Oberliga-Basketballer waren auch bei der TSG Söflingen meist auf Augenhöhe, verloren aber wieder einmal etwas zu hoch. Diesmal mit 52:64.

Söflingen. Sonntagmittag um zwölf klingelte das Handy von Coach Pasko Tomic: Chris Schraml, der beste Dreierschütze des VfL (bisher 23  Treffer), meldete sich mit Magen-Darm-Problemen ab. Kapitän Dominik Eberle war erst am Abend zuvor von seinem Thailand-Trip zurückgekehrt und Center Cveti Bozic gesundheitlich angeschlagen. Die Voraussetzungen für einen Überraschungscoup beim Tabellenfünften TSG Söflingen waren also denkbar schlecht. Und dann trifft man auf einen Gegner, der selbst nicht seinen besten Tag erwischt, spielt die meiste Zeit absolut auf Augenhöhe und verliert fast wie immer mit ungefähr zehn Punkten.

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„Das ist eine ganz bittere Niederlage, weil wir wirklich eine Chance hatten“, klagte deshalb nachvollziehbar Tomic und hatte außer den Unpässlichkeiten auch wieder die üblichen Gründe parat: „Mit ein bisschen mehr Finesse, Cleverness und Erfahrung hätten wir wohl gewonnen. Aber das wissen wir seit September.“

Entschieden wurde die Partie Mitte des dritten Viertels. Bis dahin hatte sich der VfL sehr gut gehalten, obwohl die Aufbauspieler wieder einmal extrem unter Druck gesetzt worden waren und einige leichte Fehler produzierten. Den 16:27-Rückstand aus der 13. Minute hatte man mit großem Willen, einer sehr engagierten Abwehr und einem in dieser Phase effektiven Constantin Munz auf 37:39 (26.) reduziert, als plötzlich der Söflinger Benjamin Gulde innerhalb von zwei Minuten neun seiner insgesamt elf Punkte machte: Zwei Dreier plus ein Drei-Punkte-Spiel, unterbrochen nur von einem Feldkorb der TSG und einem Freiwurf von Munz – es stand 50:38 (27.) für die Heimmannschaft. Von diesem Nackenschlag erholten sich die Kirchheimer nicht mehr.

Nach dem 40:56 (34.) gab es zwar noch einmal eine kleine Aufholjagd zum 50:58 (38.), doch das war zu spät. Söflingen verwarf zwar sechs der letzten zehn Freiwürfe, Kapital schlagen konnte der VfL daraus aber nicht, da er selbst kaum mehr punktete – Tomic: „Wir schaffen es einfach nicht, uns vorne für die wirklich starke Abwehrarbeit zu belohnen.“ In der Tat: Nur 61 Punkte gegen den designierten Regionalliga-Aufsteiger Marbach (am Sonntag 76:66-Sieger im Topduell gegen Göppingen) kassiert, jetzt nur 64 in Söflingen. Wenn einem selbst aber jeweils nur knapp über 50  Punkt gelingen, muss man sicherlich noch einige Zeit auf den dritten Sieg in der Oberliga warten. Am kommenden Sonntag kommt der Viertletzte Reutlingen nach Kirchheim.ut

VfL Kirchheim: Beck (2), Bozic, Eberle, Gritschke (1), Kiriakidis (11), Munz 18/3), Reichmuth (2), Reza (6), Schlipf, Sibinovic (12), Wanzke