Lokalsport

Einer fehlt auf der Torjägerliste

Nelson Abrantes kehrt dem TSV Notzingen nach einer „Nullnummer“ den Rücken

Torschützen aus der Teckregion, die in den Torjägerlisten der lokalen Fußballligen derzeit eine Spitzenposition einnehmen, gibt es in diesen Tagen nur deren zwei: Pascal Hartmann vom TSV Weilheim in der Kreisliga-A-Staffel 2 und Sando Giacobbe (TSV Ötlingen) eine Etage tiefer.

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Kirchheim. In der baden-württembergischen Oberliga stehen mit Marco Grüttner (SGV Freiberg) und Abedin Krasniqi (SG Sonnenhof) zwei Spieler mit jeweils 16 Treffern auf dem ersten Platz. Jeder der beiden hat damit mehr Tore erzielt, als die gesamte Mannschaft des VfL Kirchheim. Zum Vorrundenabschluss teilen sich zwölf Spieler des VfL Kirchheim die bisher erzielten 15 Tore. Die einzigen drei VfL-Fußballer, die zwei Mal trafen, sind Nicola Spina, Emrah Polat und Armin Ohran.

In der abgelaufenen Vorrunden-Saison bewiesen etliche Stürmer gute Vollstreckerqualitäten. Nicht unter ihnen zu finden ist überraschend Nelson Abrantes vom Bezirksligisten TSV Notzingen. Folgerichtig wechselt der glücklose Torjäger nach nur sechs Monaten wieder zurück zum Kreisliga A-Vertreter TSV Ohmden. Auch familiäre Gründe spielten eine Rolle.

„Es tut mir leid. Ich hätte es gerne durchgezogen“, war Abrantes nicht gerade glücklich über seine Entscheidung, den Verein wieder zu verlassen, „es hat einfach nicht gepasst.“ Damit meinte Abrantes nicht das TSVN-Umfeld, sondern seine eigene Leistung. „Ich werde nun mal an Toren gemessen“, sagte er. Letztlich fehlte dem ehemaligen Toptorjäger der Kreisliga B in vielen Spielen auch das nötige Glück – am Ende der Vorrunde steht er mit null Toren zu Buche.

Viel besser lief es für Michael Thon vom TSV Jesingen. Mit elf Toren zählt der 29-Jährige zu den drittbesten Torschützen der Bezirksliga. Was Thon stolz macht: „Da ich aus beruflichen Gründen nur jede zweite Woche voll trainieren kann, bin ich zufrieden.“ Dass er das eine oder andere Mal nur von der Bank aus zum Einsatz kam, steckt(e) er weg. „Mit Timo Spielvogel hat der TSV Jesingen ja auch schon einen Nachfolger für mich gefunden.“ In der kommenden Saison will Thon etwas kürzertreten und unter Umständen nur noch für die zweite Mannschaft zur Verfügung stehen. Ans Aufhören denkt er noch nicht: „Der TSV Jesingen ist ein super geführter Verein, bei dem es Spaß macht.“

Den größten Sprung in der Kreisliga A-Torjägerliste machte Gottfried Binder vom TV Neidlingen. Vor drei Spieltagen war der 27-Jährige noch nicht unter den Top Ten zu finden, doch mittlerweile steht Binder mit elf Toren auf dem dritten Platz. Die SF Dettingen haben bisher 36 Tore erzielt. Davon erzielten mit Jens Starkert (8), Benjamin Hubert (8), Tim Lämmle (7) und Gökhan Caglar (5) vier Spieler allein 28 Treffer.

Weiter unangefochten an der Spitze thront allerdings einer, der aus den Reihen des Ligaprimus TSV Weilheim stammt: Pascal Hartmann.

„Wenn sie noch mehr Tore erzielt hätten, würden sie gar nicht mehr bei uns spielen“, ist Ötlingens Trainer Dirk Heinemann zufrieden. Er meint seine Goalgetter Sando Giacobbe und Hayri Eren, die ganz vorne platziert sind. Für Heinemann hätten beide in der abgelaufenen Vorrunde einige Tore mehr erzielen können. Dass Gia­cobbe und Eren Liga-Spitze sind, ist auch ein Verdienst ihrer Mannschaftskameraden. „Beide profitieren von den Vorlagen Rolf Bennings, den beiden Kieltsch-Brüdern und von Jose Azevedo“, vermeldet Heinemann mit Stolz.