Lokalsport

Einmal zurück auf Start

Handball-Landesliga: Der VfL hofft, dass sich heute beim Spitzenreiter Geschichte wiederholt

Rückrundenstart gegen den Tabellenführer: Für den VfL Kirchheim beginnt das neue Jahr mit einem Auswärtsknüller in der Handball-Landesliga, Staffel 2. Spielbeginn gegen die HSG Fridingen/Mühlheim ist um 20 Uhr in der Sepp-Hipp-Halle.

VFL Kirchheim (blau) - HSG Fridingen/Mühlheim (rot)Leonard Real beim Sprungwurf
VFL Kirchheim (blau) - HSG Fridingen/Mühlheim (rot)Leonard Real beim Sprungwurf

Kirchheim. Erster gegen Letzter, das klingt nach einer klaren Sache. Doch unter der Teck hat man beim VfL gute Erinnerungen an den heutigen Gegner. Gleich am ersten Spieltag der Saison gelang den Kirchheimern zu Hause gegen die HSG der erste, bis heute allerdings auch einzige, Sieg. Danach trennten sich die Wege beider Mannschaften in gegensätzlicher Richtung. Während der Gegner aus dem Donautal sich stetig steigerte und inzwischen auf Platz eins steht, gelang der Tecksieben nach dem Auftaktsieg in den darauffolgenden elf Spielen nur noch drei Unentschieden. Die Folge: Seit Mitte der Hinrunde ist der VfL Tabellenletzter.

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Als ausweglos sieht man die Lage unter der Teck nach der Hälfte der Saison zwar noch nicht, doch die Chancen, mit einem doppelten Punktgewinn in die Rückrunde zu starten, stehen alles andere als gut.Was also tun? Am einfachsten, den Gegner mit den gleichen Waffen schlagen, die schon im Spätsommer zum Erfolg führten: ein unbezwingbarer Wille und eine sichere Abwehr. Mit der Rückkehr des lange verletzten Roman Keller in den Rückraum steigen zudem die VfL-Aktien beträchtlich. Auch Mittelmann Matthias Mikolaj macht im Training deutliche Fortschritte, für ihn kommt ein Einsatz jedoch noch zu früh.

Es gibt jedoch auch schlechte Nachrichten in Form neuer Verletzter: Neben Torhüter Oli Latzel, der sich einen Ermüdungsbruch im Fuß zuzog, fällt auch Rückraumspieler Leonard Real auf unbestimmte Zeit aus. Er zog sich am vergangenen Samstag beim Blitzturnier in Kuchen einen Außenbandabriss im Knie zu. Auch Martin Schorr wird dem VfL künftig nicht mehr zur Verfügung stehen. Er gibt private Gründe an. Dafür scheint Neuzugang Marco Castello allmählich in Fahrt zu kommen. Die erfahrene Rückraumkraft entwickelt sich mehr und mehr zur unverzichtbaren Stütze im jungen Kirchheimer Team.

Kirchheims Trainer Engelbert Eisenbeil ist überzeugt davon, dass seine Mannschaft nicht ohne Chancen zum Spitzenreiter fährt. Zumal der VfL als klarer Außenseiter völlig befreit aufspielen kann.jm

VfL: Pisch, Oßwald, S. Latzel, Smetak, Mikolaj, Späth, Krempler, Castello, Müller, Rudolph, Kuchenbaur, Keller, Schwarzbauer