Lokalsport

Einspielen für die Pflichtspielrunde

Das erste Highlight im Lenninger Sportkalender 2006 ist das Handballturnier der SG Ober-/Unterlenningen am 5. und 6. Januar. Die Frauenkonkurrenz beginnt am Donnerstagabend, die der Männer am Dreikönigstag. Insgesamt sind zwölf Mannschaften am Start.

LENNINGEN Für alle am 23. Lenninger Winterpreis teilnehmenden Mannschaften ist es nach der dreiwöchigen Weihnachtspause das erste Kräftemessen im neuen Jahr. Sowohl beim Frauen- als auch beim Männerturnier gibt es eine große Leistungsbreite. Von der Kreisliga 1 bis zur Regionalliga sind Mannschaften vertreten. Was auffällt, ist der regionale Charakter: Alle Teckvereine sind präsent.

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Bei den Frauen, die in zwei Dreiergruppen (Spielzeit 2 x 15 Minuten) spielen, sind wieder die Stammgäste von der FSG Donzdorf-Geislingen (Württembergliga) und der TV Holzheim (Regionalliga) am Start. Diese beiden Teams müssten bei der Siegerehrung normalerweise auf dem Treppchen stehen. In der Gruppe 2 muss sich die SG Lenningen (Verbandsliga) mit dem TSV Owen (Bezirksklasse) und dem TV Holzheim auseinandersetzen. Da ist es noch nicht sicher, wer hinter dem TVH (mit der Ex-Lenningerin Antje Kazmaier) den zweiten Platz belegen wird, der zum Weiterkommen reicht. Die aufstiegsambitionierten Owenerinnen dürften für Lenningen ein echter Prüfstein sein.

Bei der SG Lenningen hat Trainer Markus Nothwang, der am Freitag beim Männerturnier für den TSV Owen 2 selbst am Ball ist, nicht sein stärkstes Aufgebot zur Verfügung. Mit Gabi Baermann (USA-Urlaub), Larissa Blocher (Skifahren) und Nicole Schmid (Familienfeier) fehlen wichtige Stammspielerinnen. Spannend wird es im Kampf um Platz zwei in der Gruppe 1 zugehen. Hier dürfte es keine Zweifel um den Vorrundensieg der FSG Donzdorf-Geislingen geben. Danach ist alles möglich: Der Bezirksklassen-Tabellenführer TSV Weilheim trifft auf das Bezirksliga-Spitzenteam des TB Neuffen. Beim voraussichtlichen Endspiel Holzheim gegen Donzdorf-Geislingen dürfte die Rollenverteilung auch klar sein. Regionalligist Holzheim, gestählt durch die vielen Spiele in den neuen Bundesländern, ist klarer Favorit gegen die sich in Abstiegsnöten befindliche FSG.

Beim Männerturnier sehen sich die Underdogs TSV Owen 2 (Kreisliga 1) und VfL Kirchheim (Bezirksklasse) Landesliga- und Verbandsliga-Schwergewichten wie dem TSV Weilheim, TSV Owen, TSV Heiningen und SG Lenningen gegenüber. Da könnte es durchaus sein, dass die niederklassigeren Mannschaften zur Stolperfalle für die Großen werden. Auch hier wird in zwei Dreiergruppen über jeweils zweimal 15 Minuten gespielt.

In der Gruppe 1 kämpfen die SG Lenningen, TSV Owen 2 und der TSV Weilheim um den Einzug in die Finals. Spannend wird es sicher in der Gruppe 2, wo der TSV Heiningen und der TSV Owen aufeinander treffen. Der VfL Kirchheim könnte dabei das Zünglein an der Waage spielen. Owens Trainer Christoph Winkler, nach den Chancen seiner Truppe befragt, gibt sich locker: "Wir sehen das Turnier als eine verlängerte Trainingseinheit. Unser Ziel ist es gut zu spielen. Die Spiele sollen uns eine gewisse Sicherheit für die kommenden Pflichtspiel-Aufgaben geben." Wie ernst diese kommenden Aufgaben angegangen werden, zeigt sich an zwei Trainingseinheiten, die der Owener Coach vor Turnierbeginn in der Teckhalle anordnete.

Während bei den Herzogstädtern ein Aufstieg als durchaus machbar erscheint, soll lauteraufwärts, bei der SG Lenningen, die Verbandsligazugehörigkeit "zementiert" werden. Dafür muss man trainieren bei der Anfrage wegen Trainingszeiten in der Sporthalle blitzte die SG aber ab. Die Halle bleibt bis zum 4. Januar geschlossen. Lenningens sportliches Aushängeschild fand inzwischen beim TB Neuffen Unterschlupf.

SG-Coach Bruno Rieke muss beim Turnier ohne Christoph Wiesinger und Manuel Rudolph (beide noch verletzt) antreten lassen. Dafür rücken Alexander Stief und aus der Zweiten Ricki Austen ins Blickfeld. Rieke sieht dieses Turnier nicht aus dem Blickwinkel eines Favoriten: "Wir müssen uns wieder einspielen. Auf uns wartet in der Punkterunde ein knallhartes Programm. Für mich ist es zweitrangig, ob wir auf dem Treppchen stehen werden." Selbiges ist auch für den TSV Weilheim kein Muss. Co-Trainer Bernd Bierbaum verrät so viel: "Wir haben durchtrainiert." Bei diesem Trainingsvorsprung stehen die Chancen gut, aufs Stockerl zu kommen. Bis auf Volker Allgaier (verletzt) kann Weilheim in Bestbesetzung antreten.

Zum ersten Mal in Lenningen dabei ist der TSV Heiningen. Wie gut dem Verbandsligisten die Lenninger Halle liegt, zeigt ein Blick auf das Kalenderblatt vom 22. Oktober 2005: Gastgeber SG wurde mit einem 36:24 aus der Halle gefegt. Mit seinem kombinationssicheren Handball ist der TSV auch am Dreikönigstag ein heißer Anwärter auf die Siegprämie. Das Preisgeld an beiden Tagen beträgt jeweils 450 Euro.

döl