Lokalsport

EM-Platz sieben für Pohl & Co.

Turnen: Deutsche Junioren respektabel

Felix Pohl vom VfL Kirchheim hat bei den Jugendeuropameisterschaften im französischen Montpellier mit der deutschen Mannschaft Platz sieben erreicht. Zusammen mit Daniel Weinert, Lukas Schlotterer, Mike Hindermann und Tim Leibiger erturnte sich Pohl respektable 240,70 Punkte.

Montpellier. Einmarsch mit Fanfaren, eine riesige Arena, Wettkampfgeräte auf dem Podium – der Rahmen der Europameisterschaften war angemessen und für die Jugendturner neu. 32 Nationen traten zu den kontinentalen Meisterschaften an, fünf Turner bildeten ein Team, und pro Gerät schickten die Nationen vier Turner zum Einsatz.

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Das deutsche Team begann am Barren nervös. Zwar konnten alle vier Turner ihre Übungen ohne größere Fehler durchturnen, allerdings führten viele kleine Wackler und Standfehler bei den Abgängen zu entsprechenden Punktabzügen. Mit 39,30 Punkten lag die Mannschaftswertung etwas unter den erwarteten 40 Punkten. Felix Pohl, dessen Start in Montpellier wegen Knieproblemen lange unsicher war, kam am Barren noch nicht zum Einsatz und konnte sich somit voll auf das Reckturnen vorbereiten. Hier legte er als erster Turner vor. Seine beiden Flugteile zu Beginn der Übung turnte er sicher zum Hang, den zweiten Teil seiner Übung, sowie den Abgang zeigte er nahezu fehlerfrei. 12,70 Punkte steuerte er damit zum Mannschaftsergebnis von 39,70 Punkten bei.

Am Boden musste der Kirchheimer infolge seiner Knieverletzung erwartungsgemäß passen und konnte die Mannschaftskameraden anfeuern. Mit drei guten Übungen erreichten die deutschen Junioren 39,60 Punkte.

Am Pauschenpferd, wie auch bei seinen anderen Einsätzen, lag die Verantwortung des Startturners beim Jüngsten im Team. Felix Pohl nahm die Herausforderung mit gemischten Gefühlen an. Alles schien bis zum letzten Übungsteil nach Plan zu lau-fen, nur dann ging der 16-Jährige den Abgang nicht schwungvoll genug an, sodass Punktabzüge anstanden. Mit 11,90 Punkten auf dem Konto übergab er an seine drei Mannschaftskollegen. Diese behielten durchweg die Nerven und überboten die erste Wertung, 39,95 Punkte waren eines der besten Pauschenpferdergebnisse der letzten Wettkämpfe.

Noch ein Mal hieß es für den Kirchheimer, das Ringeturnen zu eröffnen. Felix Pohl begann kraftvoll mit einem Kreuzhang, bei den folgenden Übungsteilen kam er ins Schwingen, sodass er Schwierigkeiten hatte, die Übungsteile punktgenau zu turnen. Den Abgang, einen Doppelsalto mit Schraube, brachte er sicher in den Stand: 11,10 Punkte standen auf der Wertungstafel. Weil auch die anderen Deutschen an den Ringen haderten, waren nicht mehr als 39,10 Punkte drin.

Nach zehn Stunden hatten nahezu 150 Teilnehmer ihren Auftritt bei der Jugend-EM beendet und das Ergebnis stand fest. Das deutsche Team war mit 240,70 Punkten im Top-Ten-Bereich geblieben. Erwartungsgemäß ging der Sieg an Großbritannien (253,70) vor Russland (251,10) und der Schweiz (249,70). Rang sieben sicherte sich das deutsche Juniorenteam. Die beiden Sechskämpfer Daniel Weinert und Lukas Schlotterer schafften den Sprung ins Finale der 24 Besten.mp