Lokalsport

Endet Notzinger Talfahrt?

"Was ist mit dem TSV Notzingen los?" fragt sich die lokale Fußballszene, nachdem die Eichert-Elf nach drei Niederlagen die rote Laterne in der Bezirksliga trägt. Mit dabei die ebenfalls noch punktlose SGEH, während Meisterschaftsmitfavorit Großbettlingen den Erwartungen gerecht wurde und die Tabelle anführt.

KIRCHHEIM Während dem Team von Claus Maier zugetraut werden kann, morgen auch bei der SGEH ihre Erfolgsserie fortzusetzen, hofft Notzingens Stefan Haußmann, dass seine Mannen in den beiden folgenden Heimspielen gegen Grötzingen und Wolfschlugen den Negativtrend stoppen. Hatte Haußmann in den vergangenen Jahren stets auf Unterstatement gemacht und nur Vorderplätze angestrebt, war seine Vorgabe für diese Runde Platz eins oder zwei. Nach dem Gewinn des Teckbotenpokals war mit einem derart miserablen Start nicht zu rechnen. "Derzeit ist einfach der Wurm drin, wir waren bei allen drei Niederlagen die bessere Mannschaft", lautet Haußmanns Fazit. Trotzdem sei die Stimmung in der Mannschaft gut, betont der Trainer und kündigt einige Veränderungen an. Nach seiner Rotsperre ist Zoran Paric wieder dabei. Auch sonst sind alle Mann an Bord. Gegen Grötzingen soll die Wende erzwungen werden, wenngleich der Gegner den Notzingern nicht besonders liegt, wie die beiden Niederlagen in der vergangenen Saison beweisen.

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Hochstimmung dagegen und natürlich auch etwas Schadenfreude beim Lokalrivalen Jesingen, der mit dem 2:1 gegen die SGEH den dritten Dreier in Folge einfuhr. Damit ist Jesingen als Tabellenzweiter das einzige Team mit weißer Weste. In den Lehenäckern hat man sich erheblich verstärkt und will diesmal keine Zittersaison erleben. Der morgige Gegner Boll wird zum engeren Kreis der Meisterschaftsanwärter gezählt, konnte bisher aber nicht überzeugen. Die Kurörtler freilich bereiteten Jesingen in der Vergangenheit meist Schwierigkeiten. Doch jede Serie geht einmal zu Ende und TSV-Trainer Klaus Müller fordert zumindest ein Remis. Das Spiel in Boll werde zu einem echten Prüfstand, meint Müller. Obwohl alle Urlauber wieder zurück sind auch Oster und Heiland, wenngleich mit Trainingsrückstand wolle er die zuletzt erfolgreiche Mannschaft nicht verändern.

Wenig Glück hatte bisher die SGEH. Dem 1:2 in letzter Minute gegen Göppingen folgte das 2:3 beim Team ihres ehemaligen Spielertrainers Marc Kaisner, wobei der Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit keine Anerkennung fand. Und nun das 1:2 in Jesingen, wo der Anschlusstreffer von Spielertrainer Danell Stumpe in der 90. Minute zu spät kam. So bleibt die SGEH Vorletzter und steht morgen gegen den Spitzenreiter Großbettlingen mit dem Rücken zur Wand. Die Mannschaft hofft, dass dabei Fortuna nach der dritten Niederlage mit nur einem Tor Unterschied auch einmal für die Älbler lacht.

Die Drei steht bisher beim TSG Zell. Mit 0:3 verloren die Mannen von Axel Maier jeweils gegen den Aufsteiger FV Nürtingen und im Heimspiel gegen Boll, während in Grötzingen mit dem selben Resultat überraschend der erste Sieg eingefahren wurde. Morgen kommt der noch unbesiegte TSV Neckartailfingen auf den Zeller Berg eine Standortbestimmung für Schumacher und Co. "Gegen solche Gegner muss man zu Hause gewinnen", gibt TSG-Coach Axel Maier den Marschplan vor. Beim Sieg in Grötzingen musste er gleich ein halbes Dutzend Stammspieler ersetzen, "doch die anderen haben gekämpft wie die Löwen", so Lob von ihm. Morgen hofft er auf den Einsatz von Flauto und Engelmann und damit auf den ersten Heimsieg.

Sehr gut schlugen sich bisher die Neulinge, von denen sich Grafenberg in Neuhausen, SV Esslingen in Wernau und der TKSV Geislingen in Wolfschlugen bewähren müssen.

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