Lokalsport

Endlich keine Zitterpartie

Ein wahres Schützenfest bekamen die Zuschauer in der gut besuchten Wühle-Halle beim 37:23 (17:9)-Sieg der Weilheimer Handballer gegen den Tabellenletzten HSG Weinstadt zu sehen.

WEILHEIM Eine erste Entwarnung gab es für Coach Peter Schmauk bereits vor dem Spiel: Sowohl Markus Gomringer als auch Michael Rehkugler, die unter der Woche krankheitsbedingt nicht trainieren konnten, meldeten sich einsatzbereit, sodass Weilheim die Partie mit der gewohnten Startformation beginnen konnte.

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Obwohl die Gäste aus Weinstadt das Spiel in den ersten zehn Minuten noch offen gestalten konnten zu diesem Zeitpunkt stand es 4:4 zerstreuten sich im Weilheimer Lager die Befürchtungen, die Begegnung könnte zur Zitterpartie werden, in der Folge sehr schnell. Immer mehr nahm der "Limburgexpress" an Fahrt auf und durch schnell und sicher vorgetragene Angriffe konnten sich die Schmauk-Schützlinge bis zur 20. Minute auf 13:6 absetzen. Anders als sonst verführte dieser Vorsprung dieses Mal nicht zu leichtsinnigen und überhasteten Aktionen im Spiel nach vorne im Gegenteil: Wäre man in der Abwehr nicht das eine oder andere Mal zu unaufmerksam gewesen, der Vorsprung zur Halbzeit wäre weit höher ausgefallen als 17:9.

Für Trainer Peter Schmauk gab es in der Halbzeit dann auch nichts weiter zu sagen, als dass man in der zweiten Hälfte genauso konzentriert zu Werke gehen müsse, wie im ersten Durchgang. Dies nahmen sich zu Beginn der zweiten 30 Minuten besonders zwei Akteure zu Herzen: Je zwei Tore von Hägele und Gieß führten zum zwischenzeitlichen Spielstand von 21:12, was bereits einer Vorentscheidung gleich kam.

Wer nun gedacht hatte der Torhunger der TSV-Akteure wäre gestillt, sah sich getäuscht. Zwar konnte die HSG Weinstadt durch drei Tore auf 21:15 verkürzen, doch sechs Weilheimer Tore in Folge machten auch die letzten Weinstädter Hoffnungen auf ein einigermaßen erträgliches Ergebnis zunichte. Aus den letzten Minuten gibt es nur zwei bemerkenswerte Ereignisse. Zum einen das 30:18 in der 50. Minute durch Martin Weiss, der sein erstes Tor nach achtmonatiger Handballabstinenz warf und das Debüt von Sven Ernst, der fünf Minuten vor dem Ende für Rehkugler ins Tor wechselte und seine Sache ordentlich machte.

Dass am Ende ein auch in dieser Höhe verdienter 37:23-Sieg verbucht werden konnte, lag zum einen an der geschlossenen Weilheimer Mannschaftsleistung alle Feldspieler konnten sich in die Torschützenliste eintragen zum anderen an den erschreckend schwachen Gästen, die mit der gezeigten Leistung zu Recht am Tabellenende stehen. Alles in allem sollte man diesen Sieg im Weilheimer Lager nicht überbewerten. Am kommenden Sonntag wird es beim TSV Owen ungleich schwerer, die Serie von nunmehr 14:2 Punkten weiter auszubauen.

ab

TSV Weilheim:

Rehkugler, Ernst - Schorr (1), Sigel (2), Schill (3), Klein (2), Binder (4), Gomringer (1), Bachofer (3), Bleher (3), Weiss (3), Bächle (2), Gieß (8/2), Hägele (5/3).HSG Weinstadt:

Friedrich, J. Liebau - H. Liebau (1), Wick (2), Kölz (7/1), Kraus (2), Klein (4/2), Eberhardt, Schott (3), Mödinger (4), Pyttel.