Lokalsport

Enttäuschte Dorothee Henzler

Eigentlich hatten sich die VfL-Turnerinnen Dorothee Henzler und Adina Hausch für die baden-württembergischen Meisterschaften mehr ausgerechnet. Immerhin die Bilanz von Adina Hausch als Vizemeisterin im Mehrkampf und Titelträgerin am Stufenbarren und Schwebebalken liest sich gut. Anders sah es bei Dorothee Henzler aus.

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Esslingen. Der 16-jährigen Bundesliga-Turnerin des VfL Kirchheim, Dorothee Henzler, war die Enttäuschung nach dem Vierkampf der Meisterklasse ins Gesicht geschrieben. Zwar war der Auftakt am Sprungtisch gut gelaufen, sodass sich Henzler als Zweite einen sicheren Platz im winners final sicherte – nach dem letzten Bundesliga-Wettkampf hatte die Kirchheimerin ihre Barrenübung mit einem gebückten Doppelsalto-Abgang aufgestockt und schaffte auch am Stufenbarren bei diesen baden-württembergischen Meisterschaften den zweiten Platz. Doch dann folgten viele Unsicherheiten am Schwebebalken und die VfL-Turnerin rutschte im Gesamtklassement auf den fünften Rang zurück. Sich ihrer Stärken bewusst, nahm sie den Doppelsalto, der im Einturnen bestens geklappt hatte, nach langer Zeit wieder in die Bodenübung auf. Doch im Wettkampf brachte sie dieses schwierige Übungsteil nicht in den Stand. Hinzu kam dann noch ein Sturz beim zweieinhalbfachen Schraubensalto. So verblieb nach den beiden Vizetiteln am Sprung und Barren nur Platz fünf im Mehrkampf. Am zweiten Wettkampftag, dem winners final, war Dorothee Henzler an zwei Geräten vertreten und gewann das Duell gegen Nicole Fritz (Heidenheim) am Sprungtisch, während am Stufenbarren Katja El Halabi aus Ulm die Nase vorn hatte.

Für die zweite VfL-Turnerin, Adina Hausch, standen die Vorzeichen nach ihrer Krankheit in der Woche vor den Meisterschaften nicht gut. Trotzdem ging die 14-Jährige in Berkheim an den Start und wurde am Stufenbarren und Schwebebalken trotz kleiner Unsicherheiten baden-württembergische Meisterin. Am Sprung und Boden fehlte dann doch die Kraft: Hausch reduzierte am Boden die Schwierigkeiten und konnte keinen der beiden Überschlag-Salto-Sprünge stehen und verfehlte damit den Mehrkampftitel um nur 0,20 Punkte. Baden-württembergische Meisterin wurde Anya Olson (Ulm). mp