Lokalsport

Enttäuschung über Platz zehn

Platz zehn beim siebten Lauf zur American-Le-Mans-Serie: In Elkhart Lake (Wisconsin) reichte es für Wolf Henzler vom Motorsportclub Kirchheim und seinen amerikanischer Teampartner Bryan Sellers im Porsche nicht zur erhofften Top-Platzierung. Auf der legendären Rennstrecke von Road America ging der Sieg in der GT-Klasse an BMW.

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Eberhard Strähle

Elkhart Lake. Das Rennen in Road America erlebten Wolf Henzler und Bryan Sellers mit gemischten Gefühlen. Da war zum einen der enttäuschende zehnte Platz nach 2,45 Stunden Renndauer, zum anderen gab es ein Trostpflaster mit dem Gewinn der Michelin Green X Challenge. Für das Porsche-Duo verdienter Lohn, weil beide es verstanden, den besten Kompromiss zwischen höchster Durchschnittsgeschwindigkeit und geringstem Benzinverbrauch zu finden.

Auf der vier Meilen langen Rennstrecke versuchten Henzler und Sellers im Training das optimale Setup für den Porsche herauszuarbeiten. Nach Problemen mit der Bereifung hatte Porsche für Road America einen verbesserten Reifen zur Verfügung gestellt. Henzler fuhr als Qualifikant auf Startposition neun im Feld der GT2-Boliden. Die Pole Position holte sich Oliver Gavin mit der Corvette ZR1. Jörg Bergmeister startete als bester Porschefahrer von Platz fünf. Die Übermacht von BMW, Ferrari und Chevrolet zeichnete sich auch diesmal bereits am Start ab.

34 Autos gingen in den Klassen LMP, GT und GTC ins Rennen. Henzler übernahm den Start und arbeitete sich zunächst konstant nach vorne. Vorne lieferten sich Gianmaria Bruni/Jaime Melo auf Ferrari, der BMW mit Dirk Müller/Joey Hand und die Corvette-Besatzung Jan Magnussen/Johnny O’Connell ein heißes Gefecht. Nach 38 Runden übergab Wolf Henzler während einer erneuten Gelbphase das Steuer an Bryan Sellers. Bryan Sellers ging als Siebter wieder ins Rennen, wurde anschließend jedoch von Guy Cosmo (Ferrari 430 GT) und Darren Law (Porsche 911 GT 3) überholt und musste sich am Ende des Rennens mit dem zehnten Platz zufriedengeben. Sein Teamkollege Wolf Henzler strich hinterher das Positive heraus: „Auch wenn wir heute unser Ziel nicht unbedingt erreicht haben, so haben wir in der Reifenentwicklung doch einen Schritt nach vorne getan.“ Der Gewinn der Michelin Green X Challenge war immerhin ein schwacher Trost. Beide hoffen nun, dass es bis zum Saisonabschluss in Road Atlanta gelingt, einen konkurrenzfähigen Rennreifen zu bauen. Der vorletzte Lauf zur American-Le-Mans-Serie findet am kommenden Wochenende im kanadischen Bowmanville (Ontario) statt.

1. Müller/Hand (D/USA), BMW, 66 Runden, 2. Bergmeister/Long (D/USA), Porsche, 66, 3. Beretta/Gavin (MC/GB), Chevrolet Corvette, 66, 4. Magnussen/O’Connell (DK/USA), Chevrolet Corvette, 66, 5. Cosmo/Brown (USA/USA), Ferrari, 66, 6. Melo/Bruni (BRA/I), Ferrari, 66, 9. Law/Neiman (USA/USA), Porsche, 66, 10. Henzler/Sellers (D/USA), Porsche, 65.

1. Jörg Bergmeister/Patrick Long (Porsche) 119 Punkte, 2. Dirk Müller/Joey Hand (BMW) 101, Jaime Melo/Gianmaria Bruni (Ferrari) 101, 4. Bill Auberlen/Tommy Millner (BMW) 92, 5. Olivier Beretta/Oliver Gavin (Chevrolet) 70, 6. Jan Magnussen/Johnny O’Connell (Chevrolet) 63.