Lokalsport

Er fährt und fährt: Im beigen VW Käfer muss Dümmel in den frühen 1970er-Jahren täglich 120 Kilometer runterspulen

Dümmels Stationen Beim TSV Zizishausen durchlief Arnulf Dümmel erfolgreich die Jugendmannschaften, ehe er als HVW-Jugendauswahlspieler vom Bundesligisten SV Möhringen entdeckt und verpflichtet wurde (1968). Seine wichtigste Spielerstation war Frisch Auf Göppingen (1973–1984), seine erste Station als Spielertrainer Oberligist VfL Kirchheim (1984–1986). Anschließend trainierte der A-Lizenz-Inhaber fünf weitere Mannschaften, ehe er als Landesliga-Trainer des TSV Zizishausen im Jahr 2003 sein Karriereende bekannt gab. Höhepunkte Die Teilnahmen an den Studenten-Weltmeisterschaften in Schweden (1973) und Rumänien (1975) benennt Dümmel als die Highlights seiner sportlichen Karriere. Außerdem bestritt er als Vertragsspieler des SV Möhringen (1968–1970), TSG Oßweil (1972–1973) und Frisch Auf Göppingen (1970–1972, 1973–1984) insgesamt Hunderte von Bundesliga- und DHB-Pokalspielen. Magere Zeiten Weil selbst auf Bundesliga-ebene die Spieler früher kaum mehr als ein Nasenwasser verdienten – „nach meinem ersten Frisch-Auf-Vertrag bekam ich 1970 nur Fahrgeld und Siegprämien, aber kein Fixgehalt“ – setzte Dümmel von Anfang an auf eine existenzsichernde Berufsausbildung: Parallel zum FAG-Engagement studierte er Chemie und Sport auf Lehramt. Um alles unter einen Hut zu bringen, tuckerte er anfangs der 1970er-Jahre mit seinem beigen VW  Käfer fast jeden Tag von Zizishausen (Wohnort) morgens nach Tübingen (Studienort) und später am Tag nach Göppingen ins Training. Spätabends kehrte er nach absolvierten 120 Kilometern müde nach Hause zurück. Vom Spieler zum Trainer „Nach meinen vielen Jahren als Bundesligaspieler wollte ich jetzt einfach Trainer werden“: Dümmels Erklärung, weshalb er seine Spielerkarriere 1984 beendete und als spielender Coach zum VfL Kirchheim wechselte. „Es waren zähe Vertragsverhandlungen mit ihm“, erinnert sich der damalige VfL-Handballchef Otto Höfle.

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