Lokalsport

Erfolgsserie auf tiefem Boden

Der Schlierbacher Manuel Chittaro überzeugte beim letzten Supercross-Rennen der Saison in der Münchner Olympiahalle mit einem ersten, zweiten und vierten Platz in der 125-Kubik-Klasse.

LARS KOCH

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MÜNCHEN In der Münchner Olympiahalle ging am letzten Adventwochenende das letzte Supercrossevent des Jahres auf deutschem Boden über die Bühne. Nach starken Leistungen in Stuttgart und Chemnitz wollte der Schlierbacher Manuel Chittaro noch einmal zeigen, dass in der deutschen Motocross-Spitze mit ihm zu rechnen ist. Schon im Training am Freitagnachmittag fuhr Chittaro trotz leichter Erkältung Bestzeit in seiner Klasse, auch wenn die Streckenverhältnisse nach eigenen Worten alles andere als ideal waren. Der Boden, aus dem in der Halle die Strecke modelliert wurde, war relativ feucht, sodass die Strecke weich und schwer zu fahren war.

Als das Startgitter dann zum ersten Lauf in der Halle fiel, machte der schwere Boden Chittaro auch etwas zu schaffen. "Gerade die Starts sind in der Halle extrem wichtig, wenn du nicht gut weg kommst, ist es unheimlich schwer, nach vorn zu fahren." So kam es, wie es kommen musste: "Die 250er-Viertakter, die ebenfalls in der 125er-Klasse starten, waren gleich vorn, ich war etwas schlechter weggekommen und musste kämpfen. Trotzdem reichte es im ersten Lauf zu Platz drei, im zweiten Durchgang wurde Chittaro dann sogar Zweiter, was auch im Gesamtklassement Platz zwei bedeutete. "Ärgerlich war, dass unsere Klasse nicht im Superfinale an den Start durfte. Eine Entscheidung, die der Veranstalter erst kurz vor dem Rennen getroffen hat", ärgerte sich der Yamaha-Pilot.

Am Samstag war der Kurs zwar schon etwas abgetrocknet aber immer noch relativ weich und schwer. Schon am Freitag hatte es deshalb viele schwere Stürze gegeben. Auch der Schlierbacher stürzte in seinem ersten Lauf. "Ich hatte einen guten Start, musste dann aber im Waschbrett zu Boden." Am Ende reichte es im Gesamtklassement immerhin noch für Platz vier. Am Sonntag setzte Chittaro noch einmal einen drauf. Zwar verlief der erste Start nicht optimal, der Schlierbacher fuhr aber noch bis auf Platz zwei nach vorn. Beim zweiten Umlauf erwischte er einen guten Start, hatte zudem den Vorteil, dass der Führende stürzte und er darauf kampflos die Führung übernehmen konnte. Die musste Chittaro dann nur noch verwalten, um am Ende als souveräner Tagessieger festzustehen.

Das nächste Rennen steht am ersten Januar-Wochenende in Dortmund im Programm, wo der Schlierbacher noch einmal auf das eine oder andere gute Ergebnis hofft.