Lokalsport

Ernüchterung beim TSV Jesingen

Nach einer desolaten Leistung unterlag die Müller-Truppe völlig verdient mit 0:2 (0:0) Toren bei den Wernauer Sportfreunden.

WERNAU Mit breiter, stolzgeschwellter Brust war der TSV Jesingen zum letzten Vorrundenspiel nach Wernau gefahren. Mit einem Sieg sollte die Tabellenposition gefestigt werden. Doch dieses Unterfangen ging salopp gesagt in die Hose. Das, was die Mannschaft ihrem Trainer und den treuen Fans bot, war deprimierend. Ein maßlos enttäuschter Trainer Klaus Müller sprach sogar von der schwächsten Saisonleistung. Das Team zeigte keine Gegenwehr und spielte ohne Leidenschaft.

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Die Gastgeber versuchten von Beginn an Jesingen nicht ins Spiel kommen zu lassen, und ihrerseits die Partie zu bestimmen. Dies gelang ihnen, begünstigt durch zahlreiche Jesinger Stockfehler auch recht gut. Bahcekapili und Köder hatten zuerst gute Möglichkeiten. Als Breier bereits Jesingens Torhüter ausgespielt hatte, schien die Wernauer Führung fällig, doch Spaarschuh hatte in der Mitte aufgepasst und konnte klären (20.). Nach einer halben Stunde zwang Schweiger mit einem Schuss Wernaus Torhüter Hellweger erstmals zum Eingreifen. Wernaus Jakschitz zielte aus halblinker Position knapp am Jesinger Tor vorbei (33.). Kurz vor dem Pausenpfiff Jesingens beste Aktion, doch Heiland köpfte die Flanke von Halimi übers Tor.

Wer dachte, dass Jesingen mit mehr Mumm aus der Kabine käme, wurde schnell eines Besseren belehrt. Breier tauchte mutterseelenallein vor dem Jesinger Tor auf, doch Karahoda bewahrte mit einer Glanzparade seine Mannschaft noch vor einem Rückstand (50.). Keine zwei Minuten später war es dann so weit: Die halbe Jesinger Mannschaft schaute zu, wie der Ball zu Atantas kam und der das Leder aus 18 Metern zum 1:0 in den Torwinkel drosch. Jetzt versuchte der TSV etwas Druck aufzubauen, doch meist blieb der Versuch im Ansatz stecken. Die Möglichkeit zum Ausgleich gab es für Heiland, doch sein Kopfball landete in den Armen von Hellweger. Der leitete seinerseits mit einem langen Abschlag im direkten Gegenzug das vorentscheidende 2:0 ein. Breier schnappte sich den Ball, lief aufs Tor zu und ließ mit einem strammen Schuss Karahoda keine Abwehrchanche (72.). Die Partie war gelaufen und die Gastgeber spielten den verdienten Erfolg ohne Probleme ganz nach Hause.

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Wernauer SF: Hellweger Schreiner, Scherbacher, Plachta, Arnold Köder, Bahcekapili, Atantas, Breier Schwan (85. Krüll), Jakschitz.TSV Jesingen: Karahoda M. Augustin, Beutel (46. Kretschmer), Spaarschuh, Maier (70, Tafa) D. Augustin, Grillo, Schweiger, Karlitepe (38. Halimi) Thon, Heiland.Tore: 1:0 Atantas (52.), 2:0 Breier (72.).Gelbe Karten: Scherbacher, Plachta, Köder Karahoda, M. Augustin, Spaarschuh, D. AugustinGelb-Rote Karte: Spaarschuh (TSVJ/ 75.)Zuschauer: 80Schiedsrichter: Florian Buller (Leonberg)