Lokalsport

Ernüchterung nach nur 78 Minuten

TTV-Volleyballerinnen bleiben weiter sieglos

Der Traum vom ersten Punktgewinn in der Landesligasaison endete für die Volleyballerinnen des TTV Dettingen nach 78 Minuten: So lange benötigte die TG Biberach II, um die TTV-Frauen mit 3:1 zu bezwingen.

Biberach. Mit einem Kribbeln im Bauch waren die Dettingerinnen an die Riß gereist. Nach dem zwar sieglosen aber mutmachenden Heimspiel vor zwei Wochen erhoffte sich das Team in Biberach den ersten Saisonsieg. Trotz Überlegenheit in allen vier Sätzen schafften es die Damen um Trainer Wolfgang Babinger nicht, den Sieg gegen den Tabellenzweiten in trockene Tücher zu bringen – mit 1:3 unterlag man nach einer Stunde und 18 Minuten.

Im ersten Satz tasteten die Mannschaften sich gegenseitig ab. Die größenmäßig stark überlegenden Gastgeberinnen erspielten sich zu Beginn eine Dreipunkteführung, die die Dettingerinnen wieder aufholten. Beim 11:11 gelang der Ausgleich. Mit einer Aufschlagserie von Zuspielerin Sabine Babinger gelang es, die TG unter Druck zu setzen und sich eine Vierpunkteführung zu erspielen. Den Dettingerinnen gelang es in dieser Phase immer besser, sich gegen den großen TG-Block durchzusetzen oder ihn auszuspielen. Doch die Biberacherinnen konterten mit gezielten Flatteraufschlägen, was es der Annahme fast unmöglich machte, den Ball im Spiel zu halten. Beim 18:18 entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem die Dettingerinnen schlussendlich den Kürzeren zogen und den ersten Satz mit 22:25 abgeben mussten.

Der zweite Durchgang knüpfte nahtlos an den ersten an. Lange Ballwechsel sowie gute Angriffs- und Abwehraktionen auf beiden Seiten erlaubten es keiner Mannschaft, sich abzusetzen. Mit zwei exzellenten Aufschlägen von Diagonalspielerin Bianca Regber gelang es den Dettingerinnen, sich mit drei Punkten abzusetzen (22:19). Doch die Gastgeberinnen konterten noch einmal und kamen auf 24:22 ran. Der Satzball musste nach der Auszeit her. Die Dettinger Annahme behielt die Nerven und Mittelangreiferin Kerstin Schröder verwandelte den Satzball.

Geprägt von langen Ballwechseln gelang es bis zum Ende des dritten Satzes keiner Mannschaft, einen Vorsprung zu erzielen. Durch eine Aufschlagserie von Außenangreiferin Tina Merz blieb Dettingen am Ball und setzte den Gegner zunehmend unter Druck. Doch wie so oft auch in den vorangegangenen Spielen verließ die Dettingerinnen nun das Glück. Mit 21:25 mussten sich die Gäste geschlagen geben. Der vierte Satz knüpfte an den dritten an. Hielt man zu Beginn des Satzes noch gut mit, machten die Biberacherinnen am Schluss kurzen Prozess und nutzten ihre Größe aus. Trotz des Versuchs von Trainer Wolfgang Babinger, durch die Einwechselung von Sabine Beck und Silvia Schmid den Block nochmals zu verstärken, versagten am Ende die Nerven. Mit 15:25 verloren die Dettingerinnen den vierten Satz und damit auch das Spiel.

Nach dem fünften Spieltag ist die Dettinger Bilanz ernüchternd. Zwar ist man mit 0:10 Punkten nicht Tabellenletzter, doch gerät das Team langsam in Zugzwang. In zwei Wochen bekommt der TTV die nächste Chance. Vor heimischem Publikum will man gegen Tabellenschlusslicht Ulm und gegen Friedrichshafen endlich gewinnen. kes

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