Lokalsport

Ersatz-Stadionsprecher Wascheck bringt Glück

Ein Sieg, zwei Fragen: Was ist der 3:1-Erfolg des VfL gegen Metzingen wert und kommen die Teckstädter in den nächsten Wochen weg von den Abstiegsrängen ins gesicherte Mittelfeld?

KLAUS-DIETER LEIB

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KIRCHHEIM Geht es nach dem sportlichen Leiter des VfL, Norbert Krumm, ist der Sieg gleichzusetzen mit einem Aufbruch: "Wir sind auf dem richtigen Weg." Dazu war Krumm überglücklich, dass es seiner Mannschaft gelungen ist, einen Angstgegner zu besiegen. "Wir haben völlig verdient gewonnen", so Krumm. Dies sah Gästetrainer Michael Traum allerdings nicht so: "Wir waren über weite Strecken tonangebend und haben mit Pech gegen eine gute Kirchheimer Mannschaft verloren."

Eine bittere Niederlage für die TuS Metzingen, die damit auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen sind. "Wir brauchen so schnell wie möglich ein Erfolgserlebnis, sonst gehen wir schweren Zeiten entgegen", erkennt Traum den Ernst der Lage.

Beim VfL erweist sich die Verpflichtung des Brüderpaars Alban Meha und Feriz Meha immer mehr zum Glücksgriff. Was Mannschaftskapitän Mario Grimm besonders freut: "Beide sind eine Bereicherung für uns." Vor allem Feriz Meha zeigte ein gutes Spiel und war an allen drei Toren beteiligt. Überglücklich ist auch der erst 19-jährige Michael Kutscher, der sich wieder in die Mannschaft gespielt hat und auf der rechten Seite der Viererabwehrkette eine ordentliche Leistung bot.

Mit der augenblicklichen Situation ist Archontis Siopidis indes nicht zufrieden. Fast 90 Minuten musste "Duli" auf der Bank schmoren, gibt sich aber kämpferisch: "Ich werde alles versuchen, mich wieder in die Mannschaft zu spielen." In der Pressekonferenz hatte VfL-Trainer Michael Rentschler nicht viel zu kritisieren: "Aus einer Standardsituation da zählt ein Einwurf nun mal dazu dürfen wir kein Gegentor kassieren." Deshalb freute den Kirchheimer Übungsleiter, dass seine Spieler wieder zurückgeschlagen haben und mit einer gefestigten Mannschaftsleistung verdient mit 3:1 gewonnen haben.

Premiere am Mikrofon im Kirchheimer Stadion feierte Uwe Wascheck vom TSV Jesingen. Nachdem gleich alle drei Stadionsprecher ausgefallen sind, kam Norbert Krumm am Samstagmorgen auf die Idee, den Jesinger Pressesprecher zu fragen. "Ich hatte noch in Erinnerung, dass Uwe beim Teckbotenpokalturnier in Jesingen seine Sache sehr gut gemacht hatte." Des Weiteren ist Krumm bemüht, mit den benachbarten Vereinen in Zukunft besser zusammenzuarbeiten. Die Sprecher-Personalie Wascheck brachte dem VfL also offenbar Glück.