Lokalsport

Erschöpft, aber glücklich – so der Tenor ...

Erschöpft, aber glücklich – so der Tenor bei Teilnehmern und Organisatoren nach dem 27. Silvesterlauf, der vorgestern die Teckstadt wieder in seinen Bann zog: Mit 483 Startern verzeichnete der veranstaltende Lauftreff Kirchheim zwar erstmals seit drei Jahren wieder weniger als 500, doch lobten alle, die da waren, die Top-Organisation: „Zum ersten Mal konnten sich die Läufer im Rathaus umziehen und auf Toilette gehen“, freute sich Lauftreff-Leiterin Jutta Krehl, „das wurde sehr gut angenommen.“ Mit ihrem rund 50-köpfigen Team sorgte die Cheforganisatorin für zufriedene Gesichter – sowohl bei den Läufern als auch bei der Frau mit der Startpistole: Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker schickte die Läuferschar Schlag 15 Uhr auf die zweimal 9,3 Kilometer lange Strecke Richtung Teck. „Der Silvesterlauf steht von der Wichtigkeit her ganz oben im Veranstaltungskalender der Stadt“, beteuerte die Rathauschefin.

Anzeige

Kaum waren ihre Worte verhallt, zog sich der Läufer-Lindwurm durch die Fußgängerzone Richtung ­Dettingen, wo sich nach der ersten Steigung am ­Guckenrain die Spreu vom Weizen trennte. Als Erster nach der Kuppe erschien Dennis Galac vom Team Sport Schweizer, der jedoch bei weitem nicht der einzige Bekannte aus der lokalen Sportszene war, der sich dem Silvesterlauf stellte: Egal, ob der ­Dettinger ­Duathlet Norbert Braun, die Ötlinger Marathon­spezialistin Anne Zacharias oder LG Teck-Abteilungsleiter Martin Moll – alle waren mit Spaß an der Freude dabei.

Diese wurde entgegen aller Befürchtungen auch nicht durch den Wettergott gebremst: Der für den Nachmittag angekündigte Eisregen blieb aus, die Strecke war auch an den kitzligen Stellen wie dem „Ho-Tschi-Minh-Pfad“ rutschfest passierbar. „Gottseidank hat das Wetter mitgemacht“, freute sich ­Jutta Krehl, „das Rote Kreuz musste kein einziges Mal eingreifen.“

Stattdessen konnten sich die Sanitäter zusammen mit den Läufern an den Gaben des Lauftreffs laben: 100 Liter Tee am Parkplatz Hörnle sowie 75 Liter Glühwein am Rathaus hatten die fleißigen Helfer bereitgestellt. „Da hab ich schon eine richtig gute Mannschaft hinter mir“, lobte Jutta Krehl, die sich entsprechend gut gelaunt schon auf die diesjährige Auflage freut. Auch die Mehrheit der 483 Teilnehmer schwor sich angesichts des traditionell stimmungsvollen Empfangs durch die Fackelläufer bei der Rückkehr in die Fußgängerzone: „2009 sind wir wieder mit dabei.“ Mit einem besseren Vorsatz kann das Jahr ja nicht beginnen.