Lokalsport

Erster gegen Zweiter – Kracher in Deizisau

Bezirksliga: Im Spitzenspiel kann der TSV Weilheim fast aus dem Vollen schöpfen

Eitel Sonnenschein herrscht derzeit unter der Limburg. Der TSV Weilheim ist auf dem besten Wege, im Kampf um den Aufstieg in die Fußball-Landesliga ein gewaltiges Wort mitzureden. Am kommenden Sonntag sind die Limburgstädter zu Gast beim Spitzenreiter TSV Deizisau. Noch ohne Spielpraxis in diesem Jahr ist die SGEH, die dem Beginn der Rückrunde entgegenfiebert, während der TSV Jesingen Punkte gegen den Abstieg sammeln will.

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KLAUS-DIETER LEIB

Kirchheim. Nur noch drei Zähler trennen den TSV Weilheim vom Tabellenführer TSV Deizisau – eine gute Ausgangsposition für die Limburgstädter im Spitzenspiel der Bezirksliga. „Ich schaue nicht auf die Tabelle. Mich interessiert nur, wie meine Mannschaft spielt“, bremst Weilheims Trainer Alexander Hübbe die Euphorie. Im Hinspiel gewann Deizisau noch mit 1:0, doch im ersten Spiel nach der langen Winterpause knüpften die Mannen von der Lindach nahtlos an die Leistungen der Vorrunde an, was Hübbe nicht überraschte: „Wir haben gut trainiert. Wie weit meine Mannschaft letztendlich ist, werden die nächsten fünf Spiele zeigen.“ Nach Einschätzung des Weilheimer Coachs verfügt der TSV Deizisau über eine sehr erfahrene Mannschaft mit Spielern, die auch schon höherklassig gespielt haben. Dennoch sieht Hübbe der kommenden Aufgabe zuversichtlich entgegen, betont aber, dass seine Mannschaft „noch einen weiten Weg“ vor sich hat. Bis auf Darko Kadoic (Arm in Gips) kann der Weilheimer Übungsleiter aus dem Vollen schöpfen.

Der einzige Trainer, der vom Aufstieg spricht, ist Tonio Pepe vom TSV Deizisau: „Unser Ziel ist es, in der nächsten Saison in der Landesliga zu spielen.“ Nach 16 Spielen ist seine Mannschaft auf dem besten Weg, das gesteckte Ziel zu erreichen. „Die nächsten Spiele werden zeigen, wohin unser Weg führt“, meint der Ex-Kirchheimer und will dem Spitzenspiel noch keinen zu großen Stellenwert zuordnen. Der Deizisauer Coach rechnet mit einem taktisch geprägten Spiel, in dem die Tagesform entscheidet.

Noch etwas gutzumachen hat die SGEH im Lokalderby gegen den FV 09 Nürtingen. In der Vorrunde setzte es im Wörth-Stadion eine 0:4-Niederlage. Für SGEH-Trainer Francisco Vaz ist es vor allem wichtig, dass endlich gespielt werden kann. Das letzte Punktspiel der Elf von der Berghalbinsel liegt schon drei Monate zurück. Mit Florian Laderer, Sven Musiol und Serdar Dere muss Vaz voraussichtlich auf drei Stammkräfte verzichten. Nach der überraschenden 1:3-Heimniederlage gegen den TSV Grötzingen muss der FVN unbedingt punkten, um den Anschluss an die führenden Teams nicht zu verlieren.

Seit über vier Monaten kein Spiel mehr gewonnen hat der TSV Jesingen. Den letzten Erfolg gab es am 25. Oktober mit einem 1:0 gegen den TSV Grafenberg. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Spielertrainer Marc Kaisner seinen Blick zunächst einmal auf die Abstiegsränge richtet: „Wir müssen Punkte sammeln, um nicht noch weiter in Gefahr zu geraten.“ Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt aktuell nur zwei Zähler. Und so steckt das Kellerduell beim akut abstiegsgefährdeten TSV Grötzingen voller Brisanz. „Ich erwarte auf dem kleinen Sportplatz ein Kampfspiel“, meint Kaisner, der vor allem an die Einstellung seiner Spieler appelliert.

In einer weiteren Begegnung gegen den Abstieg erwartet die TSuGV Großbettlingen (Platz 13) den SC Geislingen (15.), während das Schlusslicht TSV Grafenberg beim Tabellenachten TSV Neckartailfingen vor einer ungleich schwereren Aufgabe steht. Der VfB Oberesslingen/Zell will seinen Aufwärtstrend beim TV Unterboihingen fortsetzen. Für den Tabellendritten TSV Köngen ist im Heimspiel gegen den FTSV Kuchen ein Sieg fest eingeplant, genauso wie für den VfB Reichenbach, der nach der überraschenden 1:2-Heimniederlage gegen den VfB Oberesslingen sein Spiel in Neuhausen gewinnen muss, um vorne in der Tabelle noch ein Wörtchen mitzureden.