Lokalsport

Erster Oberligatitel in der Vereinsgeschichte

Die Oberligaturner des VfL Kirchheim sind ihrer Favoritenrolle beim Finalwettkampf vollkommen gerecht geworden. Mit über 20 Punkten Vorsprung belegten die Kirchheimer den ersten Platz und wurden zum ersten Mal in der Kirchheimer Vereinsgeschichte Oberligameister bei den Herren.

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Fellbach. Beim sechsten und letzten Wettkampf der diesjährigen Oberligasaison turnten alle Mannschaften gleichzeitig gegeneinander. Die VfL-Cracks waren die großen Favoriten auf den Titel, da sie die Vorrunde ohne jegliche Punktverluste abgeschlossen hatten.

Trotz des Handicaps, dass Christopher Hahn und Dominik Weber krankheits- und verletzungsbedingt nicht an den Start gehen konnten, traten die Kirchheimer voller Elan am Boden an. Julian Hausch, mit seinen zwölf Jahren der jüngste Kirchheimer, ging für Christopher Hahn an das Gerät. Sein sauberer Vortrag wurde mit 13,90 Punkten belohnt. Moritz und Felix Pohl und Philipp Straub zeigten schwierige Übungsteile, die mit hohen Wertungen honoriert wurden. Felix Pohl (15,15 Punkte) und Philipp Straub (15,05) übertrafen gar die magische 15-Punkte-Grenze. Mit glänzenden 58,60 Punkten erreichte Kirchheim das beste Geräteergebnis und setzte sich nach dem ersten Durchgang souverän an die Spitze.

Alle vier Kirchheimer mussten bei ihrer Pauschenpferdübung das Gerät verlassen und entsprechende Abzüge hinnehmen. Felix und Moritz Pohl erreichten noch Zwölfer-Wertungen, während sich Simon Paul und Julian Hausch mit einer Zehner-Wertung zufriedengeben mussten.

An den Ringen griffen die beiden VfL-Oldies Markus Benz und Andy Mahler ins Geschehen ein. Beide turnen sehr kraftbetont und sicher. Andy Mahler hatte extra für den Finalwettkampf ein neues Kraftteil trainiert, um den Schwierigkeitsgrad seiner Übung zu erhöhen. Die Belohnung waren 12,90 Punkte, die Höchstwertung der Kirchheimer an diesem Gerät. Moritz Pohl und Philipp Straub komplettierten das Kirchheimer Quartett an den Ringen. Folge: Nach drei Geräten hatte das Kirchheimer Team einen komfortablen Vorsprung von über zehn Punkten auf die Oberliga-Konkurrenz. In unterschiedlichen Ausführungen zeigten alle vier VfL-Turner eine Radwende mit Salto rückwärts über den Sprungtisch und erreichten Wertungen zwischen 12,80 und 14,10 Punkten.

Am Barren gingen Andy Mahler und Markus Benz zusammen mit den beiden Pohl-Brüdern Moritz und Felix ans Gerät. Alle Turner beendeten ihre Übung ohne Absteiger, Felix und Moritz Pohl zeigten sogar einen Doppelsalto als Abgang in den sicheren Stand. Mannschaftlich geschlossen lagen alle Wertungen zwischen 13,00 und 13,65 Punkten.

Beim Reckturnen zeigten Julian Hausch und Felix Pohl überzeugende Vorstellungen, Markus Benz demonstrierte mit seinen 35 Jahren Routine und sammelte mit 12,30 Punkte weiter Punkte für den Tagessieg, der nach der Übung von Moritz unter Dach und Fach gebracht wurde. Mit 308,80 Punkten sicherte sich der VfL Kirchheim den Titel vor dem TSV Süßen. In die Verbandsliga absteigen wird der TSV Göllsdorf. mp