Lokalsport

Es fehlen die Alternativen

Fußball Gelb und Schwarz sind aktuell nicht die Farben, die Fußballherzen höherschlagen lassen. Weder in Dortmund noch beim kleinen Bruder in Owen. Vom erhofften Meistertitel sind beide Vereine meilenweit entfernt.

Für den TSVO ist nach zwei zweiten und drei dritten Plätzen in den vergangenen fünf Jahren Platz acht eine herbe Enttäuschung. „Wir haben jetzt eine Delle“, stellt Harry Streicher aus dem Fünfer-Gremium, das gleichberechtigt die Fußballabteilung führt, sachlich fest. Die auszubeulen, fällt schwer. Einige Spieler sind in die Jahre gekommen. Allen voran Alexandar Sibinovic, der die 40er-Schwelle überschritten hat. Andere Spieler, die den Stamm bilden, sind über 30 Jahre alt. „Es fehlt momentan geeigneter Nachwuchs als Alternativen“, sagt Streicher. „Deshalb wäre ein Aufstieg zurzeit auch nicht sinnvoll.“

Am meisten macht sich das Manko in der Schaltzentrale nachteilig bemerkbar. Nach dem Abgang von Joachim Kehl-Silcher (nach Jesingen) und dem verletzungsbedingten langen Ausfall von Maximilian Weber (Kreuzband- und Meniskusriss) ist der verbliebene Eugen Neustätter der Alleinunterhalter im offensiven Mittelfeld.

Das Abschneiden der zweiten Mannschaft in der Staffel 5 der Kreisliga B unterstreicht den Eindruck, dass es in dieser Saison unrund läuft beim TSV Owen. Null Siege, null Unentschieden, zwölf Niederlagen und 73 Gegentore stehen zu Buche. Martin Wischropp aus dem Fünfer-Gremium nimmt die gebeutelten Jungs in Schutz: „Über die Hälfte der Spieler ist neu. Die Mannschaft hat sich noch nicht so richtig zusammengefunden. Aber die Trainingsbeteiligung ist gut und die Kameradschaft sowieso.“Klaus Schlütter

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