Lokalsport

"Es hat mal wieder richtig Spaß gemacht"

Dank einer glänzenden Abwehrleistung sind die Lenninger Handballdamen in der Verbandsliga zu einem 19:14-Sieg gegen Haslach/Herrenberg/Kuppingen gekommen.

LENNINGEN Am Samstagabend traf im spanischen Alicante eine SMS für den sich im Kurzurlaub befindlichen SG-Trainer Markus Nothwang ein. Die knappe Meldung: "Wir haben gegen Haslach/Herrenberg/Kuppingen 19:14 gewonnen." Eines haben die SG-Frauen gleich von Anfang an klären können: Sie waren 60 Minuten lang "Chef im Ring".

Anzeige

Ausgangspunkt war eine glänzende Abwehrleistung, gestützt auf prima Torhüterleistungen von Amelie Butzer und Nicole Hahn. Für Mannschaftskapitän Nicole Schmid war es ein Befreiungsschlag: "Es hat mal wieder richtig Spaß gemacht." Für sie im doppelten Sinn. Einmal konnte sie geschickt Regie führen und außerdem bei zahlreichen Toren punkten. Die Lenningerinnen trafen auf eine "HaHeKu", die an diesem Abend zu viele Schwachpunkte aufwies. Das sah auch Trainer Matthias Fabian so: "Wir haben zu viele technische Fehler gemacht und konnten die vielen Torchancen nicht nutzen."

Nach dem 3:3 (13.) setzten sich die Gastgeberinnen auf 6:3 (18.) ab. Was bisher selten genug vorkam, wurde in diesem Spiel mehrfach umgesetzt: Das schnelle Spiel von hinten heraus. Nur einmal musste Abteilungsleiter Harry Schmid mit einer Auszeit (9.) eingreifen. Da war "HaHeKus" Auffälligste, Kerstin Müller, "an die Leine zu nehmen". Sie traf dreimal nacheinander.

Angenehm fielen auch die Lenningerinnen auf. Woran es noch haperte, war der Abschluss. Bei besserer Chancenverwertung hätte mehr als eine 8:6-Halbzeitführung herausspringen müssen.

Auch nach dem Wechsel musste ein gebeutelter Gäste-Trainer die Hilflosigkeit seiner Mannschaft mit ansehen. Nur wenig gelang der Gäu-Sieben. Lenningens Selbstsicherheit wuchs. Nicole Schmid und Rebecca Dick banden ihre Kameradinnen ins Spiel gut ein. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Sandra Kuch und Larissa Blocher rissen über Außen die Gäste-Abwehr auf und trafen. Lenningen war 13:11 (49.) weg und musste dann durch einen Strafwurf das 12:13 (50.) hinnehmen. Den kleinen Betriebsunfall reparierten Schmid und Dick mit der 16:12-Führung (53.). Und dann, als sich Karin Sliwka nach langer Verletzungspause wieder im Einsatz mit dem 17:12 (54.) durchsetzte, wurde die Partie aus SG-Sicht zum Selbstläufer. Carolin Reichle konterte zum 18:12 (58.), einen Abpraller versenkte Sandra Kuch zum 19:13. Dem konnte Britta Bareis nur noch das 14:19 folgen lassen.

Tribünengast Hubert Kullen, ehemaliger SG-Trainer, wollte mit seinem Lob nicht zurückhalten: "Die SG hat 60 Minuten konstant gespielt. Ausschlaggebend war die gute Abwehrarbeit. Gut gefallen haben mir die letzten zehn Minuten, als die Lenningerinnen nochmals Tempo machten."

döl

SG Lenningen:

Butzer, Hahn Schmid (6/3),Dick (4/1), Blocher (2), Kuch (2), Baermann (1), Emmenegger (1), Reichle (1), Sliwka (1), Timar (1), Kazmaier.Zuschauer:

100.Schiedsrichter:

Looß/Kugler (Bartenbach).