Lokalsport

Extreme Abwinde verhindern gute Platzierung

Am zweiten Flugtag der Segelflug-WM ist Holger Karow bei schlechtem Wetter nicht über den 17. Platz hinaus gekommen. Flugtag drei musste wegen Regenschauern gestrichen werden.

ESKILSTUNA Im schwedischen Eskilstuna stand der zweite Flugtag der Segelflug-WM abermals im Zeichen eines wechselhaften Wetters. Neben hervorragender Thermik wurden die 25 Piloten der 15-Meter-Klasse immer wieder mit stark bremsenden Regen- und Schneeschauern konfrontiert. Tückisch waren die starken Abwinde hinter den Schauern, die manchen Piloten bis zu 400 Meter Höhenverlust auf einem Kilometer bescherten. Diese Umstände bereiteten Holger Karow von der Fliegergruppe Wolf Hirth einen schwarzen Tag, als er nach 487,6 Kilometer zur vier Stunden Geschwindigkeits-Aufgabe den Motor für eine Außenlandung in Anspruch nehmen musste. "Ich bin mit 400 Meter Sicherheitshöhe zum Endanflug nach Eskilstuna abgeflogen", berichtete Karow nach der Landung seinen Teamkameraden. "Ich war im Spitzenpulk dabei und es lief ganz gut. Extremen Abwind haben meine Sicherheitshöhe aber im Nu aufgefressen", stellte Karow hinterher fest .

Anzeige

Nach diesem Erlebnis wird es für Karow schwer, nun wieder Anschluss an die Spitze zu finden. Doch "abgerechnet wird zum Schluss", weiß der erfahrene Wettbewerbspilot nur zu genau.

Mit 101,5 km/h erflog der Tscheche Tomas Rendla den Tagessieg in der Offenen Klasse. Der Südafrikaner Oscar Goudriaan führt die Gesamtwertung mit 1940 Punkten an. Der Deutsche Michael Sommer liegt mit 1874 Punkten auf einem aussichtsreichen zweiten Platz. Holger Karow belegt mit 1305 Punkten Platz 18.

ls